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Århus (erste Schreibweise Aros, dann Aarhus) (deutsch veraltet: Arenhusen) an der Århusbucht im mittleren Jütland ist mit 294.954 Einwohnern (Stand: Jan. 2005) die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Hier befindet sich seit 1928 eine Universität, vielseitige Industrie und ein Seehafen zum Kattegat.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt sich zum Mittelpunkt des neuen Chausse- und Eisenbahnnetzes entwickelt, wird Århus zur größten Stadt in Jütland und überflügelt bald die Konkurrenten Randers und Aalborg. Der Verlust der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg und damit der wirtschaftlichen Zentren im Süden des bisherigen Gesamtstaats stärkt die Position der Stadt innerhalb Dänemarks.
Das schnelle Wachstum setzt sich im 20. Jahrhundert fort, und Århus entwickelt sich zur Großstadt. 1930 erhält sie eine Universität, die zweite überhaupt in Dänemark. 1960 wurde Århus mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. Die Stadt ist heute unbestritten das Zentrum Jütlands, obwohl sie über das 2007 aufzulösende Amt Århus hinaus niemals Verwaltungszentrum war.
Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):
Århus bildet das Handelszentrum von Jütland. Wichtigste Industriezweige sind die Maschinen- und Textilindustrie. Der Hafen exportiert hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse, während die wichtigsten Importgüter Kohle und Eisen sind. Århus ist auch Firmensitz des zweitgrößten dänischen Brauereikonzerns, der Bryggerigruppen ("Ceres").
Als bei weitem größte Stadt in Jütland ist Århus ein wichtiges Verkehrszentrum. So führt die wichtigste dänische Haupteisenbahn von Frederikshavn über Aalborg nach Århus und weiter über Fredericia und Odense nach Kopenhagen. Der Hauptbahnhof von Århus erzwingt jedoch eine Zugwende, da nur die Strecke nach Grenaa nach Osten führt und der Bahnhof für alle anderen Verbindungen ein Sackbahnhof ist. Die Hauptstrecken nach Silkeborg und Viborg zweigen jedoch erst in Skanderborg bzw. Langå ab.
Die E 45 als Dänemarks wichtigste Nord-Süd-Verbindung führt nahe westlich an Århus vorbei. Eine Ost-West-Autobahn nach Herning befindet sich im Bau. Gut ausgebauten Landstraßen verbinden Århus mit allen wichtigen Orten in Mitteljütland.
Der Hafen zählt trotz abnehmender Bedeutung noch immer zu den größeren in Dänemark, sowohl im Fracht- als auch im Fährverkehr.
Der innerstädtische öffentliche Verkehr wird seit 1971 ausschließlich mit Dieselbussen betrieben. Der Name der kommunalen Verkehrsgesellschaft Århus Sporveje erinnert jedoch noch an die frühere Straßenbahn. Die Einführung einer Stadtbahn wird seit einigen Jahren ernsthaft diskutiert.
Ein weit verbreitetes Fortbewegungsmittel ist allerdings das Fahrrad. Auf eigens angelegten Spuren neben der Fahrbahn für Pkw's kann man durch die gesamte Stadt fahren. Außerdem ist es möglich an verschiedenen Punkten der Stadt Fahrräder auszuleihen. Die funktioniert über ein Pfandsystem ähnlich dem von Einkaufswagen. Für 20 DKK kann man die Fahrräder zeitlich unbegrenzt ausleihen und sie an einem der vielen Ausleihpunkte in der Innenstadt wieder abgeben.
Im Süden der Stadt liegt das Atletion genannte Sportzentrum der Stadt, das seit 1920 besteht. Das Stadion wird vom Fußballverein Aarhus GF, einem mehrfachen dänischen Meister und Pokalsieger genutzt. Daneben spielen auch Handball- Eishockey- und Basketballmannschaften in den ersten Ligen des Landes.
Im Jahr 2005 fand im Atletion die Tischtennis-Europameisterschaft statt.
Ende Juli/Anfang August 2006 finden in Århus die Weltmeisterschaften im Orientierungslauf statt.
Ort in Dänemark | Träger des Europapreises
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