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Die Fassade (von franz.: façade, ursprüngl. von lat.: facies: Angesicht) ist die sichtbare Gebäudehülle oder die Außenhaut eines Gebäudes, somit ein wichtiges Außenbauteil, seine Vorderseite oder Schauseite. Der Begriff wird oft vereinfachend als Synonym für die Außenwand verwendet
Fassade als Gebäudeansicht
Als Gebäudeansicht ist sie ein wichtiges Thema der
Architektur und der
Bautechnik. Oft zeigt die Fassade die innere Gliederung bzw. den Querschnitt des hinter ihr liegenden Baukörpers, sie kann diese aber auch als sogenannte Blendfassade oder Schirmfassade verschleiern (berühmtes Beispiel: Rom,
St. Peter). Zusammen mit den übrigen Außenwänden bildet die Fassade den abgeschlossenen Raum und ermöglicht damit die Funktion der Räume innerhalb des Gebäudes. Mit dem Dach und der Gebäudegründung (Kellerfußboden bzw. Kellerdecke) bilden sie die Gebäudehülle. Bei freistehenden Gebäuden kann die gesamte Außenwand zur Fassade werden (siehe Bilder).
Eine traditionelle - in Massivbauweise - erstellte Wand mit einzelnen, klar abgegrenzten, Fenster- und Türöffnungen wird auch als Lochfassade bezeichnet.
Fassade als Bauteil
Neben der Bedeutung der Fassade als der Außenwand und deren Gliederung werden auch vor der eigentlichen Gebäudekonstruktion liegende Bauteile als solche, welche die der Witterung ausgesetzte Hülle bilden, als Fassade bezeichnet. So bilden
Fassadenelemente eine
Vorhangfassade (engl.
Curtain wall). Bei einer Vorhangfassade handelt es sich immer um eine
hinterlüftete Fassadenkonstruktion, deren ursprünglicher Hauptzweck die Ableitung von eindringendem Regenwasser war (zweischalige Bauweise). Heute wird in diese Konstruktion zusätzlich die
Wärmedämmung integriert. Man geht dabei nach dem Prinzip der tragenden inneren und der schützenden äußeren Wandschale aus.
Die wärmegedämmte Vorhangfassade schützt durch die konsequente Trennung der Wetterschale von Wärmedämmung und Tragwerk die Bausubstanz des Hauses vor schädlichen Witterungseinflüssen. Individuell bestimmbare Dämmschichten erfüllen strenge Forderungen nach Energieeinsparung und sichern eine größtmögliche Wärmespeicherung der innenliegenden Bauteile. Damit bewirken sie auch ein behagliches Raumklima. In Sommer wird die Außenwand vor Hitze geschützt, im Winter werden Auskühlung und Wärmeverluste ausgeglichen. Starke Temperaturbelastungen des Bauwerks werden somit verhindert.
Die Hinterlüftung verhindert durch Luftzirkulation einen Hitzestau im Sommer und Schäden durch eindringende Feuchtigkeit.
Die Gesamtkonstruktion der Vorhangfassade ist offen für Dampfdiffusion; Wärmeverluste werden vermieden.
Übertragene Bedeutung
Im übertragenen Sinn wird mit dem Ausdruck Fassade auch der Eindruck bezeichnet, den ein Mensch hervorzurufen versucht, um seine Mitmenschen zu
täuschen.
In der Softwareentwicklung bezeichnet die Fassade ein Entwurfsmuster.
Weblinks
Fassade
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