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Eltern, die ein Kind verloren haben, werden als Verwaiste Eltern bezeichnet.

Es ist dabei unerheblich, ob es sich um ein bereits geborenes oder ein noch im Mutterleib verstorbenes Kind handelt. Da Kinder meist unerwartet sterben, ob aufgrund des Plötzlichen Säuglingstodes, einer schweren Erkrankung oder eines Unfalles, gerät durch den Tod das gesamte Familiengefüge durcheinander.

Da der Tod eines Kindes anders als der eines alten Menschen grundsätzlich als "unnormal" empfunden wird, stehen Freunde, Bekannte und Familienangehörige aber auch Behörden, Bestatter und Rettungsdienste den am direktesten betroffenen Eltern meist sehr hilflos gegenüber.

Die Trauer um das verstorbene Kind wird oft weitaus intensiver empfunden und ist länger andauernd als die Trauer um den Verlust eines älteren Menschen. Sie verläuft häufig zyklisch, da Geburtstage, Jahrestage aber auch alltägliche Begebenheiten und Begegnungen immer wieder Erinnerungen an das Kind zu Tage fördern und den Verlust erneut schmerzhaft bewusst werden lassen.

Im Jahr 1968 bildete sich in Großbritannien eine zunächst lose Verbindung von betroffenen Eltern, die am 29. Januar 1969 die Society of The Compassionate Friends gründeten. Ihr Ziel war und ist es, auf Basis von Gegenseitigkeit anderen verwaisten Eltern Unterstützung und Hilfe zu bieten und in der Öffentlichkeit zu Informieren und aufzuklären.

Weltweit existieren inzwischen zahlreiche ähnliche Organisationen, in Deutschland begannen erste entsprechende Gruppierungen sich in den achtziger Jahren zu bilden, der Verein Verwaiste Eltern e.V. wurde 1990 in Hamburg gegründet.

Analog zur Trauerbegleitung der Eltern gibt es auch für Kinder, die Geschwister oder Angehörige verloren haben, Institutionen, welche sie unterstützen, in kindgerechter Weiser Trauer auszudrücken und die Empathie von Menschen, welche ähnliche Situationen erlebt haben, zu erfahren.

Weblinks


Trauer | Entwicklungspsychologie | Familie

 

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