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Der Begriff Velum (lat. Segel) bezeichnet meist lappen- oder segelartige Strukturen, insbesondere:

  • in der katholischen Liturgie
  1. das Schultertuch eines katholischen Priesters, das er beim Erteilen des sakramentalen Segens trägt; in Gottesdiensten wird es als symbolisches Zeichen der Ehrfurcht verwendet, um das Allerheiligste in der Monstranz nicht mit bloßen Händen zu berühren
  2. ein Tuch, das den Abendmahlskelch und das Ziborium abdeckt (auch Kelchvelum)
  • in der Antike einen Türvorhang
  • in der Anatomie eine bewegliche Platte, etwa das Gaumensegel (Velum palatinum) oder die Marksegel im Kleinhirn (Velum medullare inferius und Velum medullare superius)
  • in der Zoologie einen überstehenden Lappen am Schirmrand einer Meduse (Qualle)
  • in der Mykologie die häutige Hülle junger Pilze
  • in der Meteorologie eine Begleitwolke Velum (Wolke)
  • in der Kunst der Renaissance ein Hilfsmittel für perspektivisches Zeichnen
  • in der Linguistik bezeichnet es den weichen Teil des Gaumens, der den Zugang zur Nasenhöhle durch Heben und Senken, öffnen und verschließen kann; dadurch lassen sich nasale und orale Laute bilden, damit ist es ein Artikulationsorgan.

Liturgisches Gerät

 

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