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Unter transzendental (von lat. transcendere, „überschreiten”) wird in der Philosophie nach Kant die Bedingung der Möglichkeit von etwas verstanden:

Ich nenne alle Erkenntnis transzendental, die sich nicht sowohl mit Gegenständen, sondern mit unserer Erkenntnisart von Gegenständen, sofern diese a priori möglich ist, überhaupt beschäftigt. (Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft)

Transzendental meint nicht ein Übersteigen der Grenzen des Erfahrbaren, sondern was schon vor jeder Erfahrung als Bedingung der Erfahrung im Subjekt vorliegen muss. Deshalb ist dieser Begriff auch nicht zu verwechseln mit dem Begriff der Transzendenz, die ein Übersteigen des Erfahrbaren meint. In der scholastischen Philosophie wird dieser Begriff für die Bestimmung des Seins benutzt, das jede Kategorie übersteigt und dem Sein als solchem zukommt. Zentraler Begriff ist hier der der Transzendentalien.

Siehe auch: Immanuel Kant, Transzendentalphilosophie, Transzendenz, Kritik der reinen Vernunft

Metaphysik | Ontologie | Kantianismus | Kritik der reinen Vernunft

 

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