TMW.jpg Das Technische Museum Wien zeigt Exponate und Modelle aus der Geschichte der Technik unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen Anteils an der technologischen Entwicklung. Die hellen, mit Glaskuppeln überdachten Innenhöfe gelten weiters als Besonderheit des Museums an sich. Es liegt in Penzing in der Mariahilfer Straße 212 im Gustav-Jäger-Park.
Von 1992 bis 1999 wurde das Gebäude generalsaniert, die Glaskuppeln der überdachten Innenhöfe um ein Stockwerk angehoben und halbversenkt vor dem Haupteingang ein Glasvorbau als Eingangsbereich angebaut (am Bild oben der dunkle Teil). Darin befinden sich jetzt Garderoben für Besuchergruppen, Schulklassen etc., die Kassen und ein Museumsshop.
Das Museum verfügt über zahlreiche, zum Teil recht große historische Demonstrationsmodelle vor allem aus dem Bereich der Eisenbahn und des Schiffbaues. Herausragend sind dabei die funktionsfähigen Dampfmaschinen und eine in mehrere Baugruppen zerlegte Lokomotive der Erzbergbahn. Weiters ist im technischen Museum eine der größten Sammlungen historischer Musikinstrumente in Österreich untergebracht. Zahlreiche historischen Schienenfahrzeuge wurden mit der Umstrukturierung des Museums 1999 ins Eisenbahnmuseum Strasshof in Niederösterreich überstellt, wo sie vom 1. Österreichischen Straßenbahn und Eisenbahnclub (1. ÖSEC) betreut werden. Weitere Schienenfahrzeuge wurden anderen Vereinen, Sammlungen oder kommerziellen Leihnehmern überlassen, darunter etwa dem Eisenbahnmuseum Schwechat des Vereines der Eisenbahnfreunde.
Die Abteilung für Straßenfahrzeuge blieb im Museum. Sie zeigt Meilensteine der österreichischen Kraftfahrzeuggeschichte der Marken Austro-Daimler, Gräf & Stift, Steyr, Puch u.a. Zu den ganz Alten gehören der Benz des Eugen von Zardetti (1893), das erste in Österreich betriebene Benzinautomobil, und eines der ältesten im Originalzustand erhaltenen Fahrzeuge überhaupt, der Zweite Marcus Wagen (1888/89). Um den Aufbau dieser Sammlung hat sich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg der damalige Kustos, HR. Dr. Hans Seper, besonders verdient gemacht. Vom Zweiten Marcus Wagen wurde unter Aufsicht des Museums eine Replika angefertigt, die am 17. Mai 2006 in Anwesenheit von Herrn Bundespräsident Dr. Heinz Fischer der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Damit sollen in Zukunft Versuchsfahrten und Ausfahrten vor Publikum durchgeführt werden, ohne das wertvolle Original strapazieren zu müssen.
Es besteht ein öffentlicher Diskurs über die Linie des Museums. Bereits unter dem Direktorat von Peter Rebernik wurde die Besucherzahl des Museums als primäre Leitlinie definiert. Dieses Ziel konnte durch Clubbings und andere Veranstaltungen erzielt werden, die vorerst nicht im eigentlichen Kontext der Museumsaufgaben standen. Im Jahr 2006 scheint die Situation derart konsolidiert, dass Besucherzahlen auf hohem Niveau auch ohne museumsfremde Aktivitäten erzielt werden, vorrangig durch gut beworbene Wechselausstellungen.
Im Gegensatz zur Konzentration auf Besucherzahlen wird mitunter Kritik laut, dass das Museum seine wissenschaftlichen und konservatorischen Aufgaben nicht mit gleichem Engagement wahrnähme. So befinden sich zahlreiche denkmalgeschützte Dampflokomotiven, darunter auch wertvolle Unikate, ungeschützt und der Witterung ausgesetzt im Freigelände der Aussenstelle Strasshof. Zahlreiche Stimmen beklagen, dass es durch mehrjährige Witterungseinflüsse zu nicht mehr behebbaren Rost- und Frostschäden an wichtigen Exponaten gekommen sei.
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"Technisches Museum Wien".
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