Der Begriff starrer Gang (auch „starre Nabe“ oder „Starrlauf“ genannt) stammt aus dem Radsport und bezeichnet das Fehlen des Freilaufs an einem Rennrad. Da ein Gangwechsel ohne Kupplungsvorrichtung bei jedem Fahrzeug mit der Gefahr schwerster Beschädigungen verbunden ist, muss bei Rennrädern mit starrem Gang auch auf Schaltwerk und Umwerfer verzichtet werden, das Rad hat demzufolge nur eine einzige Übersetzung.
Üblicherweise werden Rennräder mit starrem Gang im Bahnradsport eingesetzt. Die im Straßenrennsport üblichen Rennräder sind dort nicht zugelassen (siehe Weblinks).
Der starre Gang wird aber aus trainingsmethodischen Gründen (Zwang zu hoher Trittfrequenz, bessere Kontrollierbarkeit des gleichmäßigen Vortriebs = „runder Tritt“) in der Vorbereitungsperiode auch heute noch gern auf der Straße eingesetzt. Im Straßenrennen ist er dagegen nicht zugelassen.
In den 50er Jahren existierten Hinterradnaben, die auf der Bahn und der Straße benutzt werden konnten. Sie hatten auf einer Seite einen starren Gang und auf der anderen Seite einen 3-fach Zahnkranz. Auch die später bis in die 80er Jahre verwendeten Hinterradnaben konnten ohne große Mühe umgerüstet werden, weil der Freilauf mitsamt den Ritzeln auf die Nabe aufgeschraubt wurde, der Mehrfachkranz also nur abgeschraubt und ein einfaches Bahnritzel aufgeschraubt werden musste. Seit zwei Jahrzehnten ist aber der in die Nabe integrierte Freilauf Standard, so dass der Gebrauch des starren Gangs auf der Straße nur noch unter Verwendung von Bahn-Hinterrädern möglich und daher viel aufwändiger ist.
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"Starrer Gang".
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