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Stabilität (von lat. stabilis = standhaft, stabil) bedeutet Beständigkeit, Standfestigkeit und die Robustheit einer Anordnung von Elementen. Das Gegenteil der Stabilität ist die Instabilität. Ein schwacher Zustand der Stabilität wird als Metastabilität bezeichnet.
Systemstabilität (allgemein)
Ein
stabiles System neigt dazu, seinen momentanen Zustand beizubehalten, auch wenn
Störungen von außen hereinwirken. Solche Störungen können beispielsweise sein:
Stöße oder (geistige) Anstöße,
Bahnstörungen, elektrische und
magnetische Effekte,
Strahlung,
Temperatur und Wärmeleitung,
Wind, und im
sozialen Bereich
Abbruch des Kontakts, Betrug,
Enttäuschung,
Intoleranz oder ähnliches. Für mathematisch beschreibbare Systeme kann die Stabilität durch die
Stabilitätstheorie quantifiziert werden.
Größe
Stabilität einer Größe bedeutet, dass diese in einem bestimmten fixierten - oder erwünschten - Bereich bleibt. Abweichungen hiervon werden durch korrigierende Einflüsse minimiert (bei Instrumenten
Justierung genannt).
Gleichgewicht
Ein
stabiles Gleichgewicht ist das Ergebnis eines
Regelkreises (z.B. beim Aufhängen eines Gegenstandes das abnehmende
Pendeln durch
Schwerkraft und Reibungseffekte). Führen Abweichungen vom Gleichgewicht zu noch
größerer Abweichung vom Arbeitspunkt, liegt ein
labiles Gleichgewicht vor (etwa beim
Balancieren einer Stange). Die entsprechende Terminologie bei Schiffen ist unter
Stabilität (Schiff) erklärt.
Verbindung
Stabilität einer Verbindung bedeutet, dass eine
Kombination, die aus mehreren Elementen zusammengefügt ist, diesen
Zusammenhalt nicht verliert, auch wenn sie Einwirkungen ausgesetzt ist, die gegen diesen Zusammenhalt gerichtet ist. Im Gegenteil werden die einwirkenden Einflüsse (
Störungen) durch Gegenkräfte kompensiert oder ausgeglichen.
Beziehung
Stabilität einer Beziehung: in ähnlicher Weise sind Partnerschaft,
Ehe,
Freundschaft mit Störungen konfrontiert. Die wichtigste Gegenkraft ist das Ansprechen der Störungen und der
Gefühle - bzw. das Akzeptieren, dass es sie gibt. Abgeschwächt werden die stabilisierenden Kräfte durch
Schuldzuweisungen, verletzende Worte oder stillen
Rückzug.
Systemstabilität (politisch)
Politische Stabilität ist die Beständigkeit der öffentlich wirksamen Gesellschaft (staatlich oder regional). Instabile Politik-Situationen sind z.B.
Revolution, Unruhen durch
Armut, Hunger oder
Ungerechtigkeit, massive
Korruption oder offensichtlicher Wahlbetrug (siehe
Ukraine 2004), schwere
Wirtschaftskrisen und hohe Arbeitslosigkeit, und manchmal auch politischer Gleichstand an
Parlaments
sitzen (wechselnde Mehrheiten, siehe z.B.
Italien).
Die meisten Völker wünschen sich Sicherheit, auch in Form von politischer und wirtschaftlicher Stabilität - weshalb sogar Diktaturen oft akzeptiert werden.
Missbräuche bei der "Stabilisierung" können dann auch Instabilität und Umsturz bewirken - siehe etwa DDR und Rumänien Ende 1989.
Weitere Stabilitätsformen
- Stabilität in der Technischen Mechanik bedeutet die Widerstandsfähigkeit von festen Strukturen gegen Knicken und Beulen bei der Wirkung von Druckkräften.
- Stabilität in der Informatik bedeutet, dass eine Vorsortierung erhalten bleibt, wenn eine Folge anschließend nach einem anderen Merkmal sortiert wird. Genaueres siehe Stabiles Sortierverfahren.
- Stabilität in der Meteorologie bezeichnet in der Regel einen sich selbst erhaltenden Schichtungszustand der Atmosphäre.
- Stabilität in der Systemtheorie bzw. Regelungstechnik bezeichnet unter dem Begriff BIBO-Stabilität das Ein- und Ausgangsverhalten von Systemen
Siehe auch
Techniktheorie | Eigenschaft
مفهوم الاستقرار | Stabilita | Stability | Estabilidad | Устойчивость | 穩定性