article

Als soziale Sanktion wird in etlichen Theorien der Soziologie - sowohl in Ansätzen der Konfliktsoziologie als auch in solchen der Systemtheorie - jede motivierende Einwirkung eines Akteurs auf einen anderen, i.w.S. jede soziale Interaktion (Kommunikation) durch soziales Handeln aufgefasst.

Negative und positive soziale Sanktionen


Anders als z.B. im Strafrecht werden hier nicht nur negative (abschreckende, bestrafende), sondern auch positive (ermutigende, belohnende) Sanktionen behandelt. Die gefürchtete Peitsche und das erhoffte Zuckerbrot sind also beides "soziale Sanktionen".
Soziale Sanktionen sind zumal in der Konfliktsoziologie, in der Tauschsoziologie und in der Marktsoziologie ein Mittel, Macht auszuüben.

Siehe auch: Straftheorie

Offerten als Sanktionen


Eine besondere Form der Sanktionen sind solche, die andere Sanktionen anbahnen (androhen oder verheißen): "soziale Offerten". Man droht, und schon die Drohung schreckt ab; man verspricht, und schon das Versprechen motiviert. Anschließend ist immer noch die Frage, ob man die angebahnte Sanktion auch ausführt: Man hat Schläge angedroht - schlägt man wirklich? Oder: Man hat die Ehe versprochen - heiratet man wirklich?
Dies ist anders als z. B. im Handelsrecht, wo "Offerten" nur positive Sanktionen meinen, nämlich Anerbieten von Vertragsleistungen mit selbstverpflichtendem Charakter, oder in der Betriebswirtschaftslehre, wo sie Bestandteil der Werbung um Einzelkunden oder allgemein in den Märkten sein können.

Handlung und Verhalten

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Soziale Sanktion".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld