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Selbstständige Gemeinde (auch selbständige Gemeinde) wird sowohl in einer umgangssprachlichen wie in einer rechtlichen Bedeutung verwendet.

Umgangssprachliche Bedeutung


"Selbstständige Gemeinde" ist in Deutschland und Österreich der umgangssprachliche Begriff für eine Gemeinde, die als unterste Ebene der Verwaltungshierarchie eine Gebietskörperschaft darstellt. Im Gegensatz hierzu steht der Ortsteil bzw. der "eingemeindete Ort".

Beispiele:

Rechtliche Bedeutung


Aufgrund des Kommunalrechts in Niedersachsen haben nach § 12 der Niedersächsischen Gemeindeordnung alle Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern die Rechtsstellung einer "selbstständigen Gemeinde", sofern sie keine "großen selbstständigen Städte" gemäß § 10 Absatz 2 bzw. keine "kreisfreien Städte" gemäß § 10 Absatz 3 sind.

Sinkt die Einwohnerzahl unter die Grenze von 30.000, so behält die Stadt dennoch ihren Status als "selbstständige Gemeinde" bei. Auch Städte zwischen 20.000 und 30.000 Einwohner können auf Antrag von der Landesregierung zu "selbstständigen Gemeinden" erklärt werden. Sofern dies geschieht, wird es im Ministerialblatt veröffentlicht. Wenn die Einwohnerzahl unter die Grenze von 20.000 absinkt, kann allerdings der Status der "selbstständigen Gemeinde" wieder entzogen werden.

"Selbstständige Gemeinden" sind kreisangehörige Gemeinden (gehören zu einem Landkreis), die auf Grund ihrer Größe neben ihren Aufgaben als kreisangehörige Gemeinden teilweise Aufgaben des Landkreises übernehmen.

Gegenwärtig werden in Niedersachsen die folgende Gemeinden als "selbstständige Gemeinden" geführt:

Achim, Alfeld (Leine), Aurich, Bad Pyrmont, Barsinghausen, Bramsche, Buchholz in der Nordheide, Burgdorf, Buxtehude, Cloppenburg, Duderstadt, Einbeck, Ganderkesee, Garbsen, Georgsmarienhütte, Gifhorn, Hann. Münden, Helmstedt, Holzminden, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Leer, Lehrte, Melle, Meppen, Neustadt am Rübenberge, Nienburg/Weser, Norden, Nordenham, Nordhorn, Northeim, Osterholz-Scharmbeck, Osterode am Harz, Papenburg, Peine, Rinteln, Ronnenberg, Schortens (01. Juni 2005), Seelze, Seesen, Seevetal, Sehnde, Springe, Stade, Stuhr, Uelzen, Varel, Vechta, Verden (Aller), Walsrode, Weyhe, Winsen (Luhe), Wolfenbüttel, Wunstorf

Siehe auch


Politische Geographie

 

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