| Eigenschaften | - |
|---|
| Phosphor - Schwefel - Chlor | - | O S Se | |
| Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 30S | {syn.} | 1,178 s | ε | 6,138 | 30P | - | 31S | {syn.} | 2,572 s | ε | 5,396 | 31P | - | 32S | 95,02 % | S ist stabil mit 16 Neutronen | - | 33S | 0,75 % | S ist stabil mit 17 Neutronen | - | 34S | 4,21 % | S ist stabil mit 18 Neutronen | - | 35S | {syn.} | 87,32 d | β- | 0,167 | 35Cl | - | 36S | 0,02 % | S ist stabil mit 20 Neutronen | - | 37S | {syn.} | 5,05 min | β- | 4,865 | 37Cl | - | 38S | {syn.} | 170,3 min | β- | 2,937 | 38Cl | - | 39S | {syn.} | 11,5 s | β- | 6,640 | 39Cl | - | 40S | {syn.} | 8,8 s | β- | 4,710 | 40Cl |
|---|
Schwefel (chemisch nach dem Lateinischen Sulphur oder Sulfur genannt, im Deutschen eventuell vom Indogermanischen *suel- „schwelen" abgeleitet) ist ein chemisches Element.
Schwefel tritt in verschiedenen Modifikationen auf:
Schwefel_1.jpg Fester Schwefel
Fester Schwefel besteht normalerweise aus S8-Molekülen, bei denen acht Schwefel-Atome in einem Ring zick-zack-förmig gebunden sind (sog. Kronenform). Beim Erhitzen schmilzt der β-Schwefel, wobei auch andere Ringe (v. a. S6, S7, S12) in temperaturabhängigen Anteilen auftreten. Bei weiterer Erhöhung der Temperatur brechen die Ringe durch thermische Anregung auf und bilden zunächst lange Ketten (Polymerisation, sog. -Übergang bei ca. 159 °C), diese verkürzen sich dann bei steigender Temperatur wieder. Neben diesen Schwefelketten liegen aber immer auch S-Ringe vor, im wesentlichen jedoch S8. Am -Übergang ändern sich eine Reihe physikalischer Eigenschaften (z. B. Viskosität, optische Absorption und damit auch die Farbe). Gasförmiger Schwefel ist dunkelrot und besteht anfangs aus S8-Ringen, die bei höheren Temperaturen dann weiter aufbrechen, so dass die Moleküle immer kleiner werden. Ab etwa 1800 °C hat man dann Schwefelatome.
| Sulfur.jpg |
| Schwefel_monoklin.jpg |
| Schwefel_in_Gips.jpg |
Reiner Schwefel ist relativ selten, wird allerdings in großen Mengen bei Vulkanausbrüchen freigesetzt. Er findet sich in Vulkanschloten oder an anderen Postvulkanischen Erscheinungen. Schwefel kommt aber auch in derber Form, das heißt, ohne mit bloßem Auge erkennbare Kristalle vor, insbesondere in Sedimenten oder Sedimentgesteinen. Häufig findet er sich in Evaporiten (Salzgesteinen), wo er meistens durch Reduktion von Sulfaten entsteht.
Charakteristisch für das Mineral sind neben der geringen Härte die Farbe und der niedrige Schmelzpunkt 112,8 °C (α-S) beziehungsweise 119,2 °C (β-S).
sulfur powder.jpg Früher bildete das gediegene Mineral eine wichtige Quelle für Schwefel: 3,5 Millionen Tonnen wurden jährlich mit Hilfe des von Hermann Frasch entwickelten Frasch-Verfahrens abgebaut, hauptsächlich in den USA und in Polen. Den größten Anteil machte jedoch aus Sulfiderzen gewonnener Schwefel aus: Aus dieser Quelle stammten etwa 50 Millionen Tonnen pro Jahr. Heute fällt der Schwefel in großen Mengen als Abfallprodukt bei der Entschwefelung von Erdgas mit Hilfe des Claus-Verfahrens an.
Schwefel wird sowohl in der chemischen als auch in der pharmazeutischen Industrie genutzt, unter anderem zur Produktion von Schwefelsäure, Farbstoffen, Insektiziden und Kunstdüngern. Schwefel findet auch bei der Herstellung von Schwarzpulver oder bei anderen Sprengstoffen Verwendung.
Der pharmazeutische Nutzen von Schwefel war bereits im Altertum bekannt. Innerlich wurde Schwefel als Laxans (Abführmittel) eingesetzt. Er reizt die Darmschleimhaut. Der dabei durch Bakterien erzeugte Schwefelwasserstoff regt die Peristaltik an. Äußerlich kamen Schwefelrezepturen bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Krätze, Mykosen u.a. zum Einsatz. Heute findet Schwefel in der Dermatologie nur noch selten Verwendung, ist aber noch nicht vollständig aus der pharmazeutischen Literatur verschwunden. Nach wie vor gibt es pharmazeutische Zubereitungen, die als Wirk- bzw. Hilfsstoff Schwefel enthalten. In der klassischen Homöopathie ist Sulfur eins der so genannten großen Mittel. Als Bild typisch ist der Stubenhocker, der zerlumpte Philosoph.
Wichtige anorganische chemische Verbindungen, in denen Schwefel vorkommt, sind:
Auch in verschiedenen organischen Stoffklassen kommt Schwefel gebunden vor (Organoschwefelverbindung), zum Beispiel:
Es existieren verschiedene Nachweisreaktionen für Schwefel. Schwefel wird in Verbindungen nach Reduktion durch elementares Natrium in Natriumsulfid überführt. Sulfid-Anionen weist man mit Blei-II-salzlösungen nach - es entsteht ein schwarzer Niederschlag von Blei-II-sulfid:
Beim Ansäuern von festen, also ungelösten Sulfiden entsteht zudem ein charakteristischer Geruch, nach faulen Eiern (Verdrängungsreaktion, Vorsicht: Das Gas Schwefelwasserstoff ist giftig; Einatmen vermeiden, Abzug!). Auch dieses Gas schwärzt Bleiazetatpapier.
Durch Oxidation schwefelhaltiger Verbindungen entstehen Sulfit und Sulfat. Letzteres weist man mit Barium-II-salzlösungen nach: Es entsteht ein weißer Niederschlag von Bariumsulfat:
Sulfit wird mit Kaliumhydrogensulfat nachgewiesen. Beim Verreiben der auf Sulfit zu prüfenden Substanz mit Kaliumhydrogensulfat entsteht das stechend riechende Schwefeldioxid. Für Natriumsulfit ergibt sich folgende Reaktiongleichung:
Chemisches Element | Nichtmetall | Mineral | Chalkogen | Periode-3-Element
Swael (chemiese element) | كبريت | Сяра | Sumpor | Sofre | Síra | Svovl | Sulfur | Sulfuro | Azufre | Väävel | Rikki | Soufre | Xofre (elemento) | גופרית | Sumpor | Kén | Belerang | Sulfo | Brennisteinn | Zolfo | 硫黄 | 황 | Solfer | Siera | Sērs | Pungatara | Swevel | Zwavel | Svovel | Svovel | Sofre | Siarka | Enxofre | Сера | Sumpor | Sulfur | Síra | Žveplo | Сумпор | Svavel | กำมะถัน | Kükürt | گۈڭگۈرت | Сірка | Lưu huỳnh | 硫
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Schwefel".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world