Schwarzmagie bezeichnet eine Form der Magie, deren Ziele egoistisch motiviert und ggf. schadend sind. Sie steht im Gegensatz zur Weißmagie, mit der sie zusammen neben anderen Strömungen auch in der Esoterik vorkommt.
Die schwarzmagische Praxis dient ausschließlich persönlichen Zielen. Zum Nachteil anderer bewirkt sie den Vorteil eines einzelnen oder einer kleinen Gruppe und kann außenstehenden Schaden zufügen - als zufällige Nebenerscheinung einer magischen Wirkung oder als gezielt gerichtete Negativwirkung. Somit kennt die Schwarzmagie u.a. Schadenszauber, die überdies auch als Ursprung von Krankheiten gelten können. Des Weiteren sind Beherrschungszauber bekannt, sowie Liebeszauber, eine in diesem Sinne egoistisch motivierte Gefügigmachung einer anderen Person, ohne Rücksichtnahme auf deren eigentliche Gefühle und Bedürfnisse.
Zu den weiteren Möglichkeiten schwarzmagischer Praxis werden auch das Inkontakttreten mit dem Jenseits und Beschwören bereits Verstorbener (Nekromantie) und das Inkontakttreten und Paktieren mit Dämonen (Dämonologie), die jedoch auch als eigenständige schwarzmagische Disziplinen angesehen werden.
Die Schwarzmagie als Element heidnischer Glaubensvorstellungen, die als Symbol für die dunklen, destruktiven Kräfte stand, konnte nicht vom Christentum verdrängt werden, welches jegliche Form von Magie ablehnte, so dass sie sich letztlich in den christlichen Dualismus einfügte. Dadurch entstand ein neues Verständnis von Schwarzmagie als widergöttliche Kraft, die ihre Inspiration und ihren Ursprung in Satan findet. Die im Mittelalter beginnende Hexenverfolgung geht u.a. auf dieses Motiv zurück.
Das wesentliche Problem des Begriffes Schwarzmagie ist die Definition als Magie des Bösen. Diese setzt eine Eigenschaft der Magie selbst voraus, nach der sich über diese Magie urteilen lässt. Damit wird von vornherein Magie als zu bewertendes System verstanden, völlig unabhängig von ihrem Benutzer. Um dieses Problem zu lösen und dem Zaubernden mehr Verantwortlichkeit zuzusprechen muss die Magie als völlig wertfrei betrachtet werden. Denn es ist nicht die Art der Magie, die eine bestimmte Wirkung erzielt, sondern es ist die gewollte Wirkung (das Ziel) des Zaubernden, durch den sich letztlich die Art und Weise der Magie definiert.
Magie kann demnach nicht von vornherein als Schwarzmagie oder Weißmagie klassifiziert werden, sondern muss schlichtweg als Magie erkannt werden. Erst Ziel und Zweck des Anwenders machen eine Beurteilung möglich, die dann aber den Zaubernden selbst als Schwarz- oder Weißmagier, die Art der Magie in letzter Konsequenz als Schwarz- oder Weißmagie beschreibt.
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