Ein Rezidiv (von lat. recidere - zurückfallen) ist das Wiederauftreten („Rückfall“) einer Krankheit, einer psychischen Störung oder deren Symptomen nach einer Behandlung, die zeitweilig erfolgreich war oder nach spontaner Remission.
Onkologie
Der Begriff Rezidiv spielt bei der Behandlung von
Krebs eine Rolle. Ursache ist meist eine unvollständige Entfernung des Tumors, die nach einiger Zeit zu einem erneuten Auftreten der Krankheit führen kann.
Wer in den fünf Jahren nach der Behandlung eines Tumors keinen Rezidiv erfährt, gilt nach allgemeiner Norm als geheilt. Einige Tumoren können aber auch nach längerer Zeit ein Rezidiv verursachen.
Andere Erkrankungen
Rezidive treten auch bei anderen Erkrankungen auf. Beispiele sind
Entzündungen und
Infektionen verschiedener Art.
Klinische Psychologie
In der
Klinischen Psychologie ist eine Reihe
psychischer Störungen bekannt, die oft einen rezidivierenden Verlauf zeigen, insbesondere die meisten
affektiven Störungen und die
Schizophrenien. Eine zeitlich begrenzte Phase einer Störung wird in der klinischen Psychologie
Episode genannt.
Siehe auch
Onkologie,
Palliation,
Krebs (Medizin),
Metastase,
Kraniopharyngeom
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