Der Begriff Redundanz (< lat. redundare 'im Überfluss vorhanden sein')
bezeichnet allgemein das mehrfache Vorhandensein funktions-, inhalts- oder wesensgleicher Objekte.
Ausgehend von dieser Grundbegrifflichkeit haben einige Fachdisziplinen spezifische Bedeutungen des Redundanzbegriffs ausgeprägt.
- Redundanz bedeutet insbesondere in der Geräte- und Anlagentechnik das zusätzliche Vorhandensein funktional gleicher oder vergleichbarer Ressourcen eines technischen Systems, wenn diese bei einem störungsfreien Betrieb im Normalfall nicht benötigt werden, siehe Redundanz (Technik).
- das mehrfache Vorhandensein ein und derselben Information in der Informatik, siehe Redundanz (Information).
- das mehrfache Vorhandensein ein und derselben Information in der Kommunikationstheorie, siehe Redundanz (Kommunikationstheorie)
- in der Informationstheorie die Differenz zwischen Nachrichtengehalt und Entropie (Informationstheorie), siehe Redundanz (Informationstheorie).
- in der Philosophie, Kausaltheorie: Als redundant gelten Teile einer für eine Wirkung ceteris paribus hinreichenden Faktorenkonjugation, wenn nach deren Abtrennung die übrigen Konjugationsglieder immer noch für die gleiche Wirkung hinreichend sind, siehe Redundanz (Philosophie).
- in der Musik: Als redundant gelten die für die Melodie überflüssigen Noten. Daraus ergibt sich eine Scheinvirtuosität, die wegen dieser Überflüssigkeit aber eher als "mechanisches Spiel" bezeichnet werden könnte (häufig bei A. Vivaldi).
- in der Genetik: Redundanz liegt vor, wenn ein Organismus über mehrere Gene verfügt, die dieselbe Funktion erfüllen (siehe Genredundanz).
Nicht zu verwechseln mit Redudanz (< lat. reducere 'zurückführen'; vgl. Duce).
Latinismus
Redundancy | Redondance | Redundancia | Ridondanza | Redundantie | Redundancja | Redundans