Im Rahmen der Investitionsrechnung kann die betriebswirtschaftlich optimale Nutzungsdauer n eines Wirtschaftsguts bestimmt werden.
In der Regel werden drei Fälle bei der Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer unterschieden:
Für alle drei Fälle gilt, dass von einem festen und bekannten Kalkulationszinsfuß i und bekannten Zahlungsströmen Et-AZt=Zt ausgegangen wird. Außerdem ist für alle Perioden t der jeweils zu erzielende Liquidationserlös Lt bekannt.
Die Periode, für die der Kapitalwert am höchsten ist, stellt die optimale Nutzungsdauer dar.
Der Grenzbeitrag der Periode zum Kapitalwert der Investition ist positiv, wenn gilt:
Nur dann wird die Investition in der Periode t weitergeführt. Die letzte Periode mit einem positiven Grenzbeitrag bestimmt die optimale Nutzungsdauer.
Zunächst wird für die zweite Investition die optimale Nutzungsdauer T2 mit einer der Methoden, die für die einmalige Investition beschrieben sind, bestimmt. Dabei muss auch der Kapitalwert K2 berechnet werden, den die zweite Investition bei isolierter Betrachtung erzielt.
Dann wird die optimale Nutzungsdauer T1 der ersten Investition bestimmt. Dazu wird überprüft, bis zu welcher Periode eine Fortführung der Investition einen positiven Grenzbeitrag zum Kapitalwert des gesamten Investitionsrpojekts erbringt. Neben den Auszahlungen A1t, dem Wertverlust L1t-1-L1t und den entgangen Zinserlösen i*Lt-1 sind dazu noch die Opportunitätskosten zu berücksichtigen, die dadurch entstehen, dass bei einer Fortführung der ersten Investition der Kapitalwert der zweiten Investion erst eine Periode später realisiert wird.
Die Opportunitätskosten der Fortführung der ersten Investition sind: i*K2
Damit ergibt sich als Prüfgröße:
Die erste Investition wird in der Periode t nur fortgeführt, solange diese Bedingung erfüllt. Ansonsten ist der Beginn der Investition 2 lohnender.
Unter diesen Voraussetzungen gibt es keine letzte Investition, die als Startpunkt zur Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer genutzt werden kann. Statt dessen wird auf die Annuitätenmethode zurückgegriffen, dass heißt, es wird die Nutzungsdauer gesucht, die die maximalen Entnahmemöglichkeiten bietet.
Das Verfahren zur Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer beinhaltet dann drei Schritte:
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"Optimale Nutzungsdauer".
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