Der Begriff Niederschlag bezeichnet in der Meteorologie Wasser, das in flüssiger oder fester Form aus der Atmosphäre auf die Erde fällt. Er entsteht durch Kondensation der Feuchtigkeit in der Luft. Die Größe der kondensierten Teilchen muss einen bestimmten Wert überschreiten, damit der Niederschlag die Erdoberfläche erreicht. Durch den Niederschlag wird der atmosphärische Wasserkreislauf geschlossen. Die Häufigkeit und die durchschnittliche Menge des Niederschlages sind charakteristisch für geographische Gebiete. Der Niederschlag ist ein Faktor der das lokale Klima bestimmt. Besonders für die Landwirtschaft ist dies relevant, da erst ab einer bestimmten Niederschlagsmenge erfolgreicher Regenfeldbau möglich ist und verschiedenen Niederschlagsmengen bestimmte Vegetationsformen zugeordnet werden können.
Die Messung des Niederschlags geschieht mit verschiedenen Messgeräten. Die meisten Niederschlagsmesser sammeln den Niederschlag in einem Messgefäß. Dies entspricht einer punktuellen Niederschlagsmessung.
Die Messeinheit beträgt mm. Ein mm entspricht dabei der Wasserhöhe von 1 mm, welche sich ergeben würde, wenn kein Wasser abfließt. Alternativ wird oft auch die Wassermenge in l/m² (ebene Fläche) angegeben. 1 mm entspricht dabei genau 1 Liter/Quadratmeter.
Durch den Einsatz vom Niederschlagsradar sind inzwischen auch flächendeckende Erfassungen möglich, welche wiederum durch punktuelle Messwerte verifiziert bzw. kalibriert werden können. Diese flächendeckenden Erfassungen sind vor allem im Bereich des Hochwassermanagements von Bedeutung.
Neben der reinen Niederschlagsmenge sind vor allem die Niederschlagsintensität und die Niederschlagsdauer charakteristisch.
Aus langfristigen (klimatologischen) Niederschlagsmessungen lassen sich statistische Berechnungen durchführen, um die mittlere Häufigkeit von unterschiedlichen Niederschlagsereignissen (v.a. Starkregenereignisse) anzugeben, welche Intensität und Dauer zueinander in Bezug setzt.
(2) Festlandgebiete erhalten geringere Niederschläge als Meeresgebiete auf gleicher geographischer Breite.
(3) Hohe Niederschlagssummen in Äquatornähe und gemäßigten Breiten wechseln mit niedrigen Niederschlagssummen in den Außeräquatoriellen Tropen und Polargebieten ab.
(4) In den Tropen sind die Ostteile der tropischen Meere ganzjährig Feucht. Dagegen sind die Westteile nur im Sommer und im Herbst feucht.
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