Der Begriff meritorisches Gut (meritorisch - veraltet für „verdienstvoll“) bezeichnet in den Wirtschaftswissenschaften ein Gut, das aus gesellschaftlicher Sicht einen großen ökonomischen Nutzen stiftet und deswegen von staatlicher Seite gefördert werden sollte, da es nicht in ausreichendem Maß produziert bzw. konsumiert wird. Es wird von den Individuen zu wenig nachgefragt, weil entweder der Nutzen des Gutes nicht bekannt ist, oder wegen einer falschen Beurteilung zukünftiger Bedürfnisse (Zeitpräferenzrate). Es lässt sich vom demeritorischen Gut abgrenzen, das zu stark nachgefragt wird. Bei meritorischen bzw. demeritorischen Gütern handelt es sich um einen Eingriff in die Konsumentensouveränität der Individuen. Meritorische Güter zählen zu den unreinen öffentlichen Gütern.
Gründe können sein
Der Begriff kann auch implizieren, dass das Individuum den Wert des Gutes nicht (gleich bzw. zur Gänze) selbst erkennt, oder ihm sich dieser erst nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne offenbart.
Von den Befürwortern einer solchen Politik wird ein im positiven Sinne paternalistisch agierender Staat unterstellt. Dieser bzw. seine Akteure fördern deswegen von sich aus den Konsum von meritorischen Gütern, da sie dem Individuum gegenüber einen Informationsvorsprung zu haben meinen und diesen zum allgemeinen Wohl einsetzen möchten.
Weitere Beispiele:
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"Meritorisches Gut".
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