Das Leid (veraltet Harm) ist die Folge dessen, dass jemand körperlichen oder seelischen Schmerz erfährt, oder dass dieser ihm/ihr angetan wird.
Jedes Lebewesen strebt nach Glück und sucht Leid zu mindern.
Die Bedeutungen von Leid schwanken; ein kurzes Leid ist denkbar ('schnell getrocknete' Kindertränen), ein längerfristig wirkendes Leid wird körperlich eher als * "Leiden" (verschärft: "Siechtum") benannt. Seelisch wird bei anhaltendem Leid auch von "Kummer" (altertümlich: von einem "Weh") gesprochen, ein Ausdruck, der aber dann eher in die Richtung von "Gram" und "Trauer" zielt.
Kontrastbegriff ist redensartlich (a) "Freude" (vgl. den Freud-und-Leid-Butterkuchen bei Beerdigungen), (b) "Liebe" (Lieb und Leid als wechselnde Menschenschicksale), auch (c) "Lust".
Das (intransitive) Verb "leiden" (= Leid tragen) kollidiert mit einer zweiten Wortbedeutung: Denn die Bedeutung von ("jemanden leiden können" (= "jemanden ertragen können") ist inzwischen geändert, die Redensart meint heute, jemanden ganz gern zu haben, so dass Ich mag ihn/sie leiden eine zurückhaltende Liebeserklärung sein kann.