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Laissez faire (französisch; "lasst machen") bedeutet:

  • in der Wirtschaftswissenschaft die reine Form des wirtschaftlichen Liberalismus. Das heißt, dass der Staat nicht aktiv in die Wirtschaft eingreift. Die theoretische Fundierung lieferte der schottische Ökonom Adam Smith, der mit seinem Jahrhundertwerk Der Wohlstand der Nationen den Gedanken der unsichtbaren Hand einführte, die dafür sorge, dass jeder Wirtschaftsteilnehmer, der nur seinen Eigennutzen maximieren möchte, indirekt auch die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt erhöht.
  • in der Pädagogik bzw. Erziehung bezeichnet der laissez-faire-Stil das Gegenteil zum autoritären Erziehungsbegriff. In letzter Konsequenz wird dabei Erziehung als eine nicht legitime Maßnahme aufgefasst.
  • Laisser-faire ist die Infinitivform und meint 'machen lassen' im Sinne von gewähren lassen.
  • Laissez-faire ist Imperativ und bedeutet 'lasst (sie) machen' und ist damit zum Schlagwort für einen strikten Wirtschaftsliberalismus geworden.

Politischer Begriff | Wirtschaftsliberalismus | Pädagogische Methode/Lehre | Französische Phrase

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