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Ein Unternehmen erhielt den Titel nur, wenn es in seiner Branche in der Qualität führend war. Der Titel "k.u.k. Hoflieferant" war also ein Gütesiegel der "allerhöchsten" Klasse, die höchste Auszeichnung, die ein Geschäft damals erlangen konnte.
In der Blütezeit Österreich-Ungarns gab es allein in Wien mehr als 500 Hoflieferanten, weitere in Bad Ischl, Budapest, Karlsbad, Prag, usw.. Bis heute existieren eine Reihe von Unternehmen und Betriebe, die diesen Titel behalten haben und auch offen führen, in Wien sind es noch etwa zwei Dutzend.
Das Privileg des Hoflieferanten ist dem des Royal Warrant in Großbritannien sehr ähnlich.
Lieferanten mussten zuerst ein geschäftliches Verhältnis zum Hofe haben. Erst nach einer Frist von mehreren Jahren kamen sie überhaupt in Erwägung für ein Privileg. Dieses wurde dann vom Kaiser auf Vorschlag des kaiserlichen Hofamtes, beziehungsweise des Obersthofmeisters, verliehen. Der Titel "k.u.k. Hoflieferant" war also keine staatliche Auszeichnung, sondern ein persönlicher Akt des Kaisers bzw. Königs. Der Titel konnte jederzeit vom Hofe widerrufen werden.
Dieses Privileg wird gewöhnlich auf Firmenwerbung, -briefköpfen und -produkten annonciert, indem man das kaiserliche Wappen oder Abzeichen anzeigt. Unter dem Wappen erscheint normalerweise die Aussage "k.u.k. Hoflieferant" gefolgt vom Titel und vom Namen des Unternehmens, und dann, welche Waren oder Dienste zur Verfügung gestellt werden.
Die Verleihung der Auszeichnung Hoflieferant hatte nicht nur für den Lieferanten Vorteile. Die Monarchie sicherte sich im Gegenzug durch dieses Auszeichnungssystem die Unterstützung der führenden bürgerlichen Handels- und Industriebetriebe.
Selbst in der heutigen Republik Österreich bewerben manche Firmen diesen Titel noch, obwohl er jede offizielle Bedeutung verloren hat. Das System der Qualitätsauszeichnung hat sich jedoch in veränderter Form fortgetragen. Unternehmen, die besondere Dienste an das Land, oder Produkte und Dienste von herausragender Qualität anbieten, dürfen nach einer bestimmten Zeit und einem Antrag den Titel "Staatliche Auszeichnung" mit dem Wappen der Republik Österreich im Schriftverkehr und Corporate Design eines Unternehmens offen zeigen. Dieser Hinweis findet sich meist direkt am Eingang des Unternehmens oder des Geschäftes, und sieht dem des "k.u.k. Hoflieferanten" ziemlich ähnlich. Die "Staatliche Auszeichnung" wird vom amtierenden österreichischen Handelsminister verliehen.
Siehe auch kaiserlich und königlich
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"K.u.k. Hoflieferant".
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