Gummi arabicum (auch Gummiarabikum) wird als Exsudat aus dem Pflanzensaft von Verek-Akazie (Acacia senegal) und Seyal-Akazie (Acacia seyal) gewonnen. Gummi arabicum ist ein natürliches Polysaccharid.
Auch bei der Medikamentenherstellung wird Gummi arabicum für die Oberflächenstabilisierung von Dragees angewendet.
Eine ehemals weit verbreitete Verwendung von Gummi arabicum ist die Gummierung von Papier. Dadurch werden Etiketten, Briefmarken, Briefumschläge, Verpackungen oder Klebebänder beim Anfeuchten verschließbar bzw. "klebbar" gemacht.
Eine Lösung von Gummi arabicum nennt man auch Gummiwasser. Aus Gummiwasser und Ruß wurde schon in der Antike in China und Ägypten Tinte hergestellt.
Gummi arabicum wird zur Herstellung von Künstlerfarben verwendet: für Aquarell-, Gouache- und Temperafarben. Dabei dient es als Bindemittel für die Farbpigmente.
Louis-Alphonse Poitevin entwickelte 1855 ein fotografisches Pigmentverfahren mit Gummi arabicum und Chromaten. Es ist eines der klassischen Edeldruckverfahren, das von 1858 von Pouncy verbessert wurde. Es wird auch heute noch von Künstlern und Fotografen angewendet.
Gummi arabicum wird unter anderem auch als Zusatzstoff in Tabakwaren verwendet (Gummierung der Blättchen).
Im Orgelbau wird Gummi arabicum in einer Mischung mit Kreide zum Oberflächenschutz und später zum Polieren bei der Herstellung von Metallpfeifen eingesetzt.
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