Die Bistümer der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei sind mit Rom unierte Kirchen des byzantinischen Ritus. Sie sind beginnend mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie nach dem Ersten Weltkrieg aus der Ruthenischen Kirche hervorgegangen.
Heute bestehen zwei voneinander unabhängige Bistümer: die Eparchie von Prešov (Gründung 1816/1818) und seit 1997 das Apostolische Exarchat von Košice Beide Bistumsstädte liegen in der Ostslowakei. Die Diözesen unterstehen direkt dem Heiligen Stuhl (Kongregation für die Ostkirchen). In das Exarchat von Košice gehören die Katholiken des byzantinischen Ritus, die im Bezirk Košice wohnhaft sind. Der Rest der Slowakei untersteht der Prešover Eparchie. In der Mittel- und Westslowakei gibt es nur wenige Pfarrgemeinden. Laut der Volkszählung von 2001 gibt es in der Slowakei 219.831 griechisch-katholische Gläubige, das sin 4,1 Prozent der Bevölkerung. Die slowakischen Bistümer des byzantinischen Ritus bilden in zweierlei Hinsicht keine Nationalkirche. Zum einen gehört nur ein kleiner Teil der Slowaken diesen Diözesen an, zum anderen haben sie auch ruthenisch- und (wenige) ungarischsprachige Mitglieder. Die Liturgie wird entweder in kirchenslawischer oder in slowakischer Sprache gefeiert.
Die slowakische Eparchie des byzantinischen Ritus in Ontario (Kanada) mit 5000 Gläubigen steht in keinem näheren organisatorischen Zusammenhang mit der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei. Das kanadische Bistum ist heute sprachlich gemischt (englisch, slowakisch, russinisch, ungarisch).
1787 wurde in Košice ein Vikariat des byzantinisch-slawischen Ritus errichtet, das 1792 nach Prešov verlegt wurde. Auf Betreiben des österreichischen Kaisers Franz I. wurde das Vikariat 1816 zu einer eigenständigen Eparchie erhoben. Dies wurde am 22. September 1818 vom Heiligem Stuhl offiziell bestätigt.
In den zwanziger Jahren hatten sich der Vatikan und die Regierung der Tschechoslowakei über die Errichtung einer Metropolie für die griechischen Katholiken verständigt. Das Vorhaben kam aber vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zur Ausführung.
1948 übernahmen die Kommunisten in der Tschechoslowakei die Macht und die Situation der Kirchen wurde immer schwieriger. Schon bald nach der kommunistischen Machtübernahme kam es im April 1950 zu einer Synode in Prešov, auf der 5 Priester, darunter Vasil Hopko und eine Anzahl von Laien auf Druck der Kommunisten die Union mit Rom aufkündigten und sich unter die Jurisdiktion der Russisch-Orthodoxen Kirche begaben. Die Bischöfe Pavol Gojdic OSBM und Vasil Hopko wurden gemeinsam mit vielen anderen Geistlichen inhaftiert. Die übrigen konvertierten in der Folgezeit zur Orthodoxie oder wurden nach Tschechien ausgesiedelt. Unter diesem Druck besuchten die meisten Gläubigen römisch-katholische Gottesdienste. Der Prager Frühling, 1968, brachte den Gemeinden dann eine gewisse Erleichterung. Denn nun durften sie frei wählen, ob sie im Verbund mit Moskau verbleiben, oder aber unter die Obhut Roms zurückkehren wollten, was dann auch 205 von 292 taten. Die Griechisch-katholische Kirche war nun zwar erlaubt, aber die fortgesetzte Verfolgung von Seiten des Staates machte einen organisierten Wiederaufbau praktisch unmöglich. So wurde das zuvor beschlagnahmte Eigentum nicht vollständig zurückgegeben und auch die Errichtung eines griechisch-katholischen Priesterseminars blieb bis zur Wende verboten.
Erst nach der samtenen Revolution von 1989 konnten das Priesterseminar und die theologische Fakultät in Prešov gegründet werden. In den neunziger Jahren passte der Vatikan die Bistumsorganisation der Katholiken des byzantinischen Ritus den neuen politischen Gegebenheiten an. Nach dem Zerfall der Tschechoslowakei (1993) entstand 1996 für die Gläubigen der Griechisch-katholischen Kirche in Tschechien das Prager Exarchat. 1997 wurde das Exarchat von Košice gegründet.
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"Griechisch-katholische Kirche in der Slowakei".
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