Goi (hebräisch גוי, plural, Gojim *) ist ein hebräisches Wort, das Nation oder Volk bedeutet. Das Wort wird generell für die Bezeichnung der Nichtjuden, also der Heiden aus jüdischer Sicht, verwendet, obwohl der Begriff auch in der ursprünglichen Bedeutung (Volk, Nation) gebräuchlich ist.
Die Bezeichnung Goi tritt erstmals in der Tora in Genesis (hebr.: Bereschit) 10:1 in Bezug auf Nichtjuden auf. In Genesis 12:2 und vielen anderen Stellen der Bibel wird der Begriff auch für die Israeliten selbst gebraucht, etwa als Abraham erfährt, dass er Stammesvater eines "goi gadol", eines großen Volkes, sein wird.
Im frühen Christentum waren die Griechen Heiden aus Sicht der jüdisch-christlichen Jerusalemer Urgemeinde. Das Hauptproblem bestand darin, dass die griechischen Gojim unreines, nicht koscheres Fleisch aßen, so dass sie aus Sicht der Urgemeinde jedenfalls keine richtigen Gläubigen sein konnten. Dem Apostel Paulus - selbst aus einer jüdischen Familie Kleinasiens stammend - gelang mit seiner Heidenmission trotzdem die Verschmelzung der jüdischen und griechischen Kultur im Christentum, die das Abendland fundamental prägt. Wenn der Ausdruck Goi von Juden auf andere Juden angewendet wird, ist die Bedeutung meist abschätzig, im Sinne einer Missachtung von jüdischen Vorschriften oder auch einer Verhaltensweise im Widerspruch zu traditionellem Judentum. Obwohl die Gojim sich nicht an die Tora halten, wird in den Psalmen (etwa Psalm 67, 96, 98, 100) betont, dass "die Völker den Herrn" (Lutherübersetzung) besingen und loben.
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"Goi (Nichtjude)".
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