Der Begriff exogen setzt sich aus den griechischen Wortbestandteilen exo- = nach, von, außen, außerhalb und -gen = etwas hervorbringen, verursachen, durch etwas hervorgebracht, aus etwas entstanden zusammen. Exogen heißt, etwas liegt außerhalb, ist durch äußere Ursachen entstanden. Wird der Begriff in den Naturwissenschaften und der Medizin gebraucht bezieht er sich in der Regel auf "außerhalb des Organismus entstehend, von außen in den Organismus eindringend, durch äußere Ursachen entstehend, von außen auf den Körper einwirkend". Beispielsweise Stoffe, Substanzen, Bakterien, Viren, Vorgänge. Der Begriff exogen wird aber natürlich auch in anderen Fachgebieten verwendet.
Exogen ist das Gegenteil zu endogen.
In der Medizin sind exogene Ursachen für Krankheiten beispielsweise Krankheitserreger oder Stoffe, die von außen in den Organismus eindringen.
Die Psychologie spricht von exogenen Faktoren oder Prozessen, wenn diese aus äußeren Ursachen und Einwirkungen heraus entstehen und weder anlagebedingt noch vererbt sind.
In der Psychiatrie spricht man von exogenen Faktoren, wenn die Ursachen von Psychosen beispielsweise bei Giften oder anderen Außeneinwirkungen zu suchen sind.
Bei den Wirtschaftswissenschaften sind exogene Faktoren jene Faktoren, die ein Wirtschaftssystem (beispielsweise eine Volkswirtschaft) von außen beeinflussen.
In der Botanik sind exogene Pflanzenteile solche Teile einer Pflanze, die aus Gewebeschichten an der Oberfläche der Pflanze heraus entstehen, und nicht im Innern der Pflanze.
In der Geologie sind exogene Prozesse, die die an der Erdoberfläche ablaufen (z. B. Erosion).
In der Statistik bezeichnen exogene Variablen Faktoren, aus deren Ausprägung in einem Kausal- oder Strukturgleichungsmodell die Ausprägung einer endogenen Variable erklärt oder vorhergesagt werden soll.