Erogenous_zone_german_inscription2.jpg Eine Erogene Zone ist ein Körperbereich, dessen geeignete Reizung bei entsprechender Lust eines Menschen dessen sexuelle Erregung hervorrufen oder steigern kann. Die Reizung dieser Bereiche ohne entsprechendes Verlangen oder die ungeeignete Reizung kann negative Gefühle bis hin zum Schmerz hervorrufen.
Je nach Individuum variiert die Empfänglichkeit bestimmter Bereiche, sie kann sich sogar auf Grund von Emotionen verändern. Die Körperzonen, die aller Wahrscheinlichkeit nach am empfänglichsten sind, lassen sich jedoch klar nennen.
Die erogenen Zonen lassen sich in zwei Klassen einteilen: spezifische und nicht spezifische.
Zu den spezifischen erogenen Zonen gehören bei Mann und Frau der Bereich der Augen, die Ohrmuscheln, Nase und Mund(Lippen, Zunge und die gesamte Mundhöhle),Augenbrauen,Innenseite der Nasenflügel, die Haargrenze im Bereich der Stirn, der Bereich von den Fingerbeeren bis zu den Handinnenflächen, die Achselhöhlen, der Bereich des Damms und der Anus (bei der Frau kann über ihn auch der A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden, beim Mann über ihn auch die Prostata); eher bei der Frau, seltener bei Männern die Brusthügel, die Warzenvorhöfe und die Brustwarzen; beim Mann zusätzlich Penis und Hodensack; bei der Frau zusätzlich der Venushügel mit den großen und kleinen Schamlippen, die Klitoris (von manchen modernen Autoren C-Punkt genannt), auf dem Scheidenvorhof insbesondere der Bereich der Harnröhrenöffnung (von manchen modernen Autoren U-Punkt genannt), im Bereich der Scheide insbesondere in der Scheidenvorderwand der Bereich in der Nähe der oberen Harnröhre, Gräfenberg-Zone oder G-Punkt genannt, der Bereich im Scheidengewölbe in der Nähe des Gebärmutterhalses, neuerdings A-Punkt genannt und der Muttermund (Portio).
Typisch für spezifische erogene Zonen sind die Schleimhautgrenzen (englisch mucocutaneous boundaries), d.h. diejenigen Zonen, an denen der Übergang von Haut zu Schleimhaut stattfindet, da hier die Nervendichte besonders hoch ist.
Auf Grund der Individualität jedes einzelnen Menschen gibt es für die sexuelle Praxis kaum universell geltende Gebrauchsanweisungen, sondern nur gewisse Grundregeln. Die Missachtung dieses Grundsatzes führt immer wieder zu falschen Erwartungen und zum Scheitern von Ehen und Partnerschaften. Dieser Artikel beschreibt nur Körperzonen mit einer gewissen "Trefferwahrscheinlichkeit". Ob ein Körperareal zu einer gegebenen Zeit für sexuelle Reizungen empfänglich ist, zeigt sich immer an der Reaktion des Partners. Es gibt keine erogenen Zonen, die jederzeit zwangsläufig zu einer tiefen sexuellen Befriedigung führen, auch nicht G-Punkt, A-Punkt, C-Punkt oder U-Punkt. Es gibt nur ein echtes Erfolgsrezept: Die Sensibilität für die und die Erfahrung mit den spezifischen Bedürfnissen des Partners.
Die meisten sexuellen Praktiken beinhalten eine Reizung der erogenen Zonen, z.B. der Kuss, der Geschlechtsverkehr, Petting oder die Masturbation.
Eine weitere nichtspezifische erogene Zone der Frau ist der Ellenbogen, bei dessen Stimulation 65% aller Frauen stark sexuell erregt werden. Der beste Weg diese Zone zu bearbeiten ist der, den so genannten "Musikantenknochen" mit einer sanften drehenden Fingerbewegung zu streicheln (dies funktioniert nur bei Frauen, Männer empfinden dies eher als unangenehm).
Die Scheidenschleimhaut selbst besitzt verhältnismäßig wenig Nervenenden. Die sexuelle Stimulierung beim Geschlechtsverkehr geht daher vor allem von der Reizung der Klitoris aus. Die Wirkung von Rin-no-tama geht beispielsweise von dem Bewusstsein, sie zu tragen, und von den Vibrationen am Muttermund aus.
Nach der Triebtheorie von Sigmund Freud besitzen Menschen bereits ab dem Säuglingsalter einen Sexualtrieb und befriedigen diesen durch die Stimulation ihrer erogenen Zonen, zunächst der oralen (Lutschen, Nuckeln), später auch der analen und der genitalen Zonen (siehe auch: Infantile Sexualität nach Freud). Mittlerweile wird das Triebkonzept nur noch vereinzelt in der wissenschaftlichen Literatur verwendet. Freuds Triebtheorie wird bis heute sehr kontroversiell diskutiert. Innerhalb der Psychoanalyse hat die Objektbeziehungstheorie gegenüber der Triebtheorie an Bedeutung gewonnen, die realen und phantasierten zwischenmenschlichen Beziehungen eine eigenständige, über das Triebobjekt hinausgehende, Bedeutung zuschreibt.
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