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Das Epithel * (von griech. έπί, epí, „auf, über“; θηλή, thelé, „Mutterbrust, Brustwarze“) ist eine biologisch - medizinische Sammelbezeichnung für Deckgewebe und Drüse
Es handelt sich um ein- oder mehrlagige Zell
Epithelien sind auf vielfältige Weise und je nach Organ spezifisch differenziert. Zunächst kann man Oberflächenepithelien und Drüsenepithelien unterscheiden. Erstere haben vor allem Schutzfunktion (z. B. die Haut), können Stoffe aufnehmen (Absorption, z. B. Darmschleimhaut) und bilden eine Barriere, die das jeweilige Organ von der Umgebung abgrenzt (vor allem durch spezielle Zellkontakte, den Tight junctions). Drüsenepithelien bestimmen die Funktion aller Drüsen (Sekretion, Exkretion) und produzieren Sekrete aller Art (unter anderem Speicheldrüse, Schweißdrüse, oder auch in der Darmschleimhaut).
Mit Hilfe der Emperipolesis durchdringen andere Zellen die Epithelien.
Das Epithel erfüllt im Grunde zwei verschiedene Schutzfunktionen: Zum einen der rein mechanische Schutz vor allem durch die mehrschichtigen Epithelien. So muss die Epidermis der Haut ausreichende Reißfestigkeit besitzen und darf sich nicht vom darunterliegenden Bindegewebe ablösen. Zum anderen muss das Epithel die inneren Körperöffnungen abdichten: Magen- und Darminhalt müssen kontrolliert verwertet werden (hochprismatisches Epithel), der Urin muss in Blase und Harnleiter bleiben (Übergangsepithel), die Blut-Hirn-Schranke muss gewahrt bleiben (Kapillarendothel). Natürlich müssen auch hier mechanische Belastungen ausgehalten werden, entscheidend für die Abdichtung sind aber die Tight junctions, die in solchen Zellen vermehrt auftreten.
Unter Resorption versteht man den Transport von genau bestimmten Stoffen von apikal nach basal. Das klassische Beispiel ist die Resorption von Nährstoffen in der Darmschleimhaut. Die apikalen Oberflächen sind häufig differenziert, vergrößern zum Beispiel ihre Oberfläche durch zahlreiche Mikrovilli. Die genauen Mechanismen (Transportproteine, Phagozytose, Pinozytose, Lysosomen) sind Gegenstand anderer Artikel.
Sämtliche Sekretionsvorgänge des Körpers geschehen von den Drüsenepithelien aus. Dementsprechend gibt es hier eine große Vielfalt, von der einzelnen Becherzelle der Darmschleimhaut über die Schweißdrüsen der Haut bis hin zu ganzen Organen wie den Speicheldrüsen oder der Bauchspeicheldrüse. Drüsen sind Organe aus spezialisierten Epithelzellen; sie dienen der Sekretion. Man unterscheidet: * exokrine Drüsen, die ihre Sekrete durch einen Ausführungsgang an die Oberfläche bringen (z.B. Tränendrüse), und * endokrine Drüsen, die ihre Hormone direkt in die Blutbahn abgeben (z.B. Schilddrüse).
Auch den Sekretionsweg kann man unterscheiden, also * holokrin (Zelle zerfällt für die Sekretbildung, z.B. Talgdrüsen der Haut), * apokrin (Vesikelabschnürung, z.B. laktierende Brustdrüse) und * merokrin (durch Exocytose), wobei die letzten nach der Zusammensetzung des Sekrets unterteilt werden in * serös (dünnflüssig, eiweißhaltig, manchmal verdauungsenzymhaltig, enges Drüsenlumen, z.B. Parotis, Pankreas), * mukös (zähflüssig, schleimig; dient der Bildung von Transportschleim, weites Lumen, z.B. Brunner-Zellen im Duodenum) und * gemischt (Sekret ist sowohl serös als auch mukös; dieser Fall ist der häufigste, z.B. Gl. submandibularis).
Außerdem unterscheidet man intraepitheliale und extraepitheliale Drüsen: Intraepitheliale Drüsen sind ins Deckepithel eingebettete Einzelzellen (z.B. die schleimbildenden Becherzellen des Darmes). Extraepitheliale Drüsen sind vielzellige Organe, die daher im Epithel selbst keinen Platz mehr haben und in die tieferen Gewebsschichten verlagert wurden Sie bestehen aus Drüsenendstücken, die das Sekret bilden (man unterscheide tubulöse (schlauchförmige), alveoläre (blasenförmige) und azinöse (blasenförmig; jedoch dickere dickere „Wand“ und kleineres Lumen) und Mischformen), Schaltstellen, die das Sekret aus den Endstücken aufnehmen und es in die Streifenstücke/Sekretrohre (aus Zylinderepithel) leiten; viele Sekretrohre sammeln sich zu den Nebenausführungsgängen, die in den Hauptausführungsgang münden, der schließlich das Sekret auf eine Epitheloberfläche, z.B. die Darmschleimhaut, abgibt.
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