el-Lahun, oft auch Illahun geschrieben, ist ein Dorf in Ägypten (Afrika), das am östlichen Taleingang des Fayyum-Beckens liegt.
Der Ort befindet sich im Tal des Nils am Bahr Yusuf (Josefs-Kanal) etwa 90 km südlich von Kairo und ungefähr auf halber Strecke zwischen dem am Nil liegenden Ort Beni Suef und der im Fayyum-Becken liegenden Stadt Fayyum (Medinet el-Fayum).
Etwa 3 km nördlich von el-Lahun befindet sich eine antike Nekropole des Mittleren Reiches mit den Überresten der Pyramide des Sesostris II.. Ein bedeutender Fund war die Grabstätte der Prinzessin Sit-Hathor-Iunet, deren dort gefundener Goldschmuck sich heute in Museen in Kairo und New York befindet.
Eine archäologisch noch bedeutendere Entdeckung war die Auffindung der antiken Stadt Hetep-Sesostris (von Petrie Kahun genannt, doch beruht diese Bezeichnung auf einen Hörfehlers Petries, der statt Lahun, Kahun verstand. In der neueren Forschung setzt sich deshalb die Bezeichnung el-Lahun/Lahun für die Pyramide und die Stadt durch) wenig nördlich von el-Lahun. In der Nähe des Taltempels der Sesostris-II.-Pyramide gelegen ist diese Stadt am Reisbrett entstanden und diente über Jahrhunderte dem Totenkult des Königs, aber auch als regionales Zentrum, von dem z.B. der Bau an der Pyramide von Hawara aus organisiert wurde. In den Ruinen wurden zahlreiche Papyri aufgefunden mit mathematischen, literarischen und medizinischen Texten in hieratischer Schrift sowie Urkunden, Briefe und Rechnungen.
Die heutige Straßenführung liegt teilweise auf der Dammkrone eines Deiches, der bereits in der Zeit des Pharao Sesostris II. angelegt wurde.
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