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eidos (griech. είδος : "Ansehen, Gestalt" zu eidein : "sehen" ) bezeichnet Gestalt, Form, Aussehen.

Der Begriff findet sich bereits bei Platon und - als Gegensatz zur Materie (hylê) - bei Aristoteles. In der Phänomenologie von Edmund Husserl steht der Begriff für das Wesen.

Bedeutung bei Aristoteles


eidos hat für Aristoteles v. a. folgende zwei von einander unterschiedene Bedeutungen:
  • im Sinne der logischen oder naturwissenschaftlichen Klassifikation die Art einer Gattung.
  • im Sinne der Form (etwa einer Bronzekugel, bzw. die Konstruktionsanleitung eines Hauses) der Gegenbegriff zur Materie, dem Stoff, der hylê (dieser Bronzekugel, der Bauteile dieses Hauses).

eidos ist für Aristoteles ein überaus zentraler Begriff. So lautet das Ergebnis der bekannten Abhandlung in Metaphysik Zeta, dass die Substanz, die ousía die Form, das eidos ist.

Literatur


Torsten Menkhaus: Eidos, Psyche und Unsterblichkeit: Ein Kommentar zu Platons "Phaidon", Frankfurt am Main/London 2003 (ontos verlag)

Abgeleitete Bedeutungen


  • Zum englischen Computerspiel-Hersteller, siehe Eidos Interactive.
  • Zur besonderen Begabung der Eidetiker, siehe Eidetik.

Siehe auch


Hylemorphismus

Griechische Philosophie | Phänomenologie | 4. Jahrhundert v. Chr. | Ontologie

 

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