debis Systemhaus (dSH) ist der Name des seinerzeit größten deutschen herstellerunabhängigen IT-Dienstleisters. Debis Systemhaus war eine Tochter der debis AG, ihrerseits Tochter der Daimler-Benz AG.
Der Name „debis“ stand für „Daimler-Benz InterServices“, nach der Fusion von Daimler Benz mit Chrysler 1998 gab sich die Firma den Namenszusatz „DaimlerChrysler Services“. Debis Systemhaus wurde 1990 im Rahmen eines Outsourcing der Daimler-Benz Rechenzentren und Systemdienstleister gegründet und wurde Ende 2000 zu 50,1 %, Anfang 2002 vollständig an die Deutsche Telekom verkauft, wo es zusammen mit anderen Telekom-Einheiten die neue Telekom-Marke T-Systems bildete.
1999, kurz vor dem Verkauf an die Telekom hatte debis Systemhaus weltweit mehr als 20.000 Mitarbeiter, davon 5.000 außerhalb Deutschlands. Der Umsatz betrug knapp 5,75 Milliarden Mark, davon ca. 30 % aus Auslandsgeschäft. Dabei hat debis Systemhaus es geschafft, mehr als 75 % außerhalb des DaimlerChrysler-Konzerns zu erwirtschaften. (Quelle: heise newsticker 27. März 2000)
Geschäftsführer des debis Systemhaus von der Gründung 1990 bis zum Oktober 2000 war Karl Heinz Achinger.
In der Geschichte des debis Systemhaus spiegelt sich der Paradigmenwechsel im Management von Großkonzernen - hier Daimler-Benz bzw. DaimlerChrysler - seit den 80er Jahren wieder. Nachdem Edzard Reuter mit seiner Strategie der Diversifizierung Daimler-Benz um u.a. AEG, Dornier und MTU erweitert hatte, war die Gründung des debis Systemhaus schon Ausdruck der Outsourcing- Bewegung, von der dSH letztlich auch profitierte. Jürgen Schrempp, der 1995 den Vorstandsvorsitz von Daimler-Benz übernahm, verfolgte neben seiner Internationalisierungsstrategie, die ebenfalls auf dSH abfärbte, die Strategie der „Fokussierung auf das Kerngeschäft“, deren letzte Konsequenz der Verkauf des debis Systemhaus war.
Um 1997 gab dSH sich das Motto „Plan-Build-Run“ als Audruck eines umfassenden IT-Dienstleistungsangebots. Die drei Phasen Beratung (Plan), Softwareprojekte (Build) sowie Betrieb (Run) spiegeln teilweise die Divisionen des dSH wieder. (Stand 1997)
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