Neroccio de' Landi 001.jpg, Siena ca. 1490)]] Blond ((dt.-franz.) "hell") bezeichnet eine helle oder gelblich bis goldgelbe Haarfarbe. Etwa 2 % der Weltbevölkerung sind (im weitesten Sinne) blond.
Als Blondinen bezeichnet man sowohl naturblonde als auch künstlich erblondete Frauen.
Blondtöne gehören auch zu den beliebtesten Colorationen bei der Haartönung und Haarfärbung, auch in Form von einzelnen Strähnchen. Sehr hellblond (weiß) gefärbte (besser: gebleichte) Haare nennt man auch platinblond oder wasserstoffblond.
Im Rahmen der Vererbungslehre ist das Allel, das für die Bildung von Phäomelanin verantwortlich ist, rezessiv gegenüber dem Allel zur Produktion von Eumelanin. Daher haben die Kinder eines blonden und eines dunkelhaarigen Elternteils meist dunklere Haare, dies führt allerdings nicht dazu, dass blonde Menschen aussterben. Das Blond-Allel bleibt auch in dunkelhaarigen Menschen mit einem blonden Elternteil weiterhin vorhanden; so kann es vorkommen, dass das Kind zweier Dunkelhaariger blond ist. Tatsächlich geht aber der Anteil der Blonden an der Weltbevölkerung zurück, was an der zunehmenden Kombination beider Allele im Zuge der fortschreitenden Globalisierung liegt.
Viele Kinder, die im nördlichen Teil Europas geboren werden, haben helle Haare. Bei den meisten verdunkeln sie sich jedoch im Laufe der körperlichen Entwicklung, da in der Kindheit die Produktion der Melanine häufig gesteigert wird. Im Alter verkümmern die Melanozyten zunehmend, was zu steigendem Einbau von Luftbläschen anstelle der Pimente führt. Das Haar erscheint dann grau oder weiß.
Die Germanen handelten sogar mit abgeschnittenen blonden Haaren. Deren Käufer, meist Römer, schenkten diese Haare ihren Gattinnen, die sich damit schmückten, indem sie sie in ihre Frisur einarbeiteten. Auch in anderen, südlicheren Staaten, gab es blonde Menschen (oder sogar ganze Völker) wie die Guanchen (ehemalige Ureinwohner der Kanaren), von denen aber auch ein großer Teil dunkelhaarig war.
Der aztekische Gott Quetzalcoatl, (meist als Federschlange dargestellt), wurde in manchen Abbildungen als weißer, blonder und bärtiger Mann gezeichnet.
In Adolf Hitlers Drittem Reich wurde das Blondsein (das als typisch germanische Eigenschaft angesehen wurde) zum Kennzeichen der sogenannten Herrenrasse, die nach dem Weltbild der Nationalsozialisten eine herausgehobene Stellung unter den Menschenrassen hatte.
Das heutige Bild von "Blondinen" in der westlichen Welt ist ambivalent. Einerseits gilt blondes Haar als feminin und weiblich. Da es ein Schönheitsideal darstellt, färben sich viele Frauen (und besonders junge Mädchen) ihre Haare gerne blond. Die blonde Haarfarbe wird aber nicht nur positiv mit Weiblichkeit assoziiert, sondern auch negativ mit Einfältigkeit, was wohl dem traditionellen (konservativen) Rollenverständnis der Frau entspringt. Siehe auch: Weiblichkeit
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