Die Betriebswirtschaftslehre (BWL; in der Schweiz oft Betriebsökonomie) ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft und damit in weiterem Sinne eine spezielle Form der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften. Wie die Wirtschaftswissenschaft beruht sie grundsätzlich auf der Tatsache, dass die meisten Güter knapp sind und von den Akteuren bewirtschaftet werden müssen. Sie beschreibt die ökonomischen Funktionen des Betriebes innerhalb einer Volkswirtschaft. Dazu gehört neben den Unternehmenszielen und den betriebswirtschaftlichen Funktionen vor allem die optimale Organisation der Produktionsfaktoren. Im weiteren Sinne sind auch alle Haushalte Betriebe.
Als die bedeutendsten deutschen Vertreter der (allgemeinen) Betriebswirtschaftslehre im 20. Jahrhundert gelten: Eugen Schmalenbach (1873-1955), Erich Gutenberg (1897-1984) und Horst Albach (geb. 1931).
Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Die funktionale BWL ist nur schwer in der Lage, branchenspezifische Probleme zu behandeln, liefert dafür aber branchenunabhängige Aussagen. Die Branchen - BWL fokussiert auf die für die Branche relevanten funktionalen Aspekte, besteht aber in weiten Teilen aus Doppelungen mit anderen BWL'len.
An einigen Hochschulen wird die Spezielle BWL auch "Besondere Betriebswirtschaftslehre" (BBWL) genannt.
Von diesen Bereichen ist die Wirtschaftspädagogik zumeist den wirtschaftswissenschaftlichen, erziehungswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultäten der Hochschulen zugeordnet. Die Wirtschaftsinformatik und das Wirtschaftsingenieurwesen ist uneinheitlich entweder den BWL- oder den jeweiligen technischen Fakultäten zugeordnet. Je größer die Auswahl an unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen ist, um so eher ist es den BWL-Fakultäten zugeordnet. Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsgeographie befinden sich, i.d.R., in naturwissenschaftlichen Fakultäten, wie z.B. Mathematik- und Geographiefakultäten.
Ein guter universitärer Diplom- und Mastergrad sowie sehr gute Fachhochschulabschlüsse mit entsprechendem fachlichem Bezug sind Zugangsvoraussetzung zur Promotion.
Die betriebswirtschaftliche Forschung betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Diese Forschung dient dazu, den Unternehmen bei der Lösung komplexer Probleme zu helfen. Sie geht oft einher mit wesentlichen Änderungen in anderen, der Betriebswirtschaft verwandten Gebieten, z.B. dem Wirtschaftsrecht oder der Wirtschaftsinformatik. So kann sich z.B. eine rechtliche Änderung in der Produkthaftung (ist ein rechtliches Thema) auf die Rückstellungsbildung und die Darstellung von Risiken in der Bilanz (ist ein betriebswirtschaftliches Thema) auswirken. Wie mit dieser Änderung in der Bilanzierung dann umzugehen ist, ist ein Thema für die betriebswirtschaftliche Forschung. Die Forschungsergebnisse werden von den BWL-Professuren regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Drei im deutschen Sprachraum ganz wesentliche Zeitschriften sind hier die Zeitschriften Die Betriebswirtschaft, ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft und zfbf Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung.
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