Zur althochdeutschen Literatur werden alle deutschsprachigen Textzeugnisse gerechnet, die zwischen ca. 780 und 1050 n. Chr. entstanden. Dazu gehören im engeren Sinn Textzeugnisse in alemannischer, bairischer und fränkischer Schreibsprache. Obwohl die altniederdeutsche oder altsächsische, die altniederländische und die westfränkische Sprache nicht zum Althochdeutschen gehören, werden die in ihnen überlieferten, wenig zahlreichen Texte literaturgeschichtlich meist im Rahmen und als Teil der althochdeutschen Literatur behandelt, da vor allem im 9. Jahrhundert die althochdeutsche Literatursprache eine starke Ausstrahlung auf ihre Nachbarsprachen besaß.
Als deutsche Literatur werden dabei alle Texte in althochdeutscher Sprache verstanden, also auch die zunächst überlieferten deutschen Übersetzungen lateinischer Texte in Form von Glossen, Interlinearversionen, Wörterbüchern sowie kirchlichen Gebrauchstexten (Tauf-, Beicht-, Gebetsformeln, Benediktinerregel, Psalmen, Bibeltexten).
Wichtige Textzeugnisse, die im 8. Jahrhundert entstanden, sind:
Etwa zeitgleich etabliert sich auch die niederdeutsche Volkssprache als Literatursprache, so entstehen im 9. Jahrhundert auch das stabreimende altsächsische Evangelienepos Heliand (um 830) und die nur bruchstückhaft überlieferte altsächsische Genesis (um 840).
Wichtige Textzeugnisse, die im 9. Jahrhundert entstanden, sind:
Wichtige Textzeugnisse, die im 10. Jahrhundert entstanden, sind/ist:
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"Althochdeutsche Literatur".
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