al-Hasa (auch al-Ahsa oder Lahsa genannt; , dialektal al-Ḥasā) ist eine historische Landschaft im östlichen Saudi-Arabien. Die Beduinendialekte der arabischen Halbinsel lassen den h-Laut im Namen regelmäßig an den Silbenanfang springen.
Al-Hasa liegt im Osten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf und wird im Norden von Kuwait, im Westen vom Nadschd und im Süden von Katar begrenzt. Das wüstenhafte Land ist 58000 km² groß, wovon nur 200 km² Oasen und somit landwirtschaftlich nutzbar sind. Das Land wurde nach der stärksten Festung des Gebiets al-Hasa benannt. Es ist von Arabern besiedelt, die Anhänger des Wahhabismus, mehrheitlich aber Schiiten sind (einzige schiitische Provinz Saudi-Arabiens).
Zwar kam al-Hasa im 16. Jahrhundert unter die Herrschaft der Osmanen, doch übte bald der Stamm der Banu Chalid die wirkliche Macht im Land aus. Nach einem persischen Intermezzo von al-Hasa bis Oman 1740-1747 versuchten die Banu Chalid, ihre Herrschaft auch nach Zentralarabien auszudehnen, wobei sie aber mit den Wahhabiten und der Dynastie der Saud zusammenstießen, die al-Hasa 1793 unterwarfen. Zwar gelang den Osmanen 1872 die erneute Besetzung der Provinz al-Hasa und der angrenzenden Halbinsel Katar, doch wurde das Land 1913 endgültig von den Wahabiten besetzt und mit Nadschd bzw. Saudi-Arabien vereinigt, das dadurch seinen ersten Zugang zum Meer bzw. Golf gewann. Formal blieb das Land osmanische Provinz unter der Verwaltung des Saudi-Emirs von Nadschd, doch nur in Katar hielten sich osmanische Garnisonen bis 1916.