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Konzerninformation
Name adidas AG
Hauptsitz Herzogenaurach, Deutschland
Unternehmensinformation
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Name adidas AG
Gründungsdatum 18. August 1949
Gründungsort Herzogenaurach
Sitz Herzogenaurach, Deutschland
Mitarbeiter 17.023 (2004), 15.935 (2005)
Umsatz 2005: 6,636 Mrd. €
2004: 5,860 Mrd. €
Gewinn vor Steuern 2005: 655 Mio. €
2004: 526 Mio. €
Website www.adidas-group.com

Die adidas AG mit Sitz in Herzogenaurach, ursprünglich benannt nach ihrem Gründer Adolf Dassler (nach seinem Spitznamen „Adi“ und den ersten drei Buchstaben seines Nachnamens), ist nach Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt.

Geschichte


Adidas-factory-outlet-Herzogenaurach.jpg in Herzogenaurach]] Adidas.jpg Die Marke adidas wurde mit dem Gewinn des Weltmeistertitels durch die deutsche Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 in Bern, dem so genannten Wunder von Bern, weltweit bekannt. Die deutsche Mannschaft nutzte Dasslers Fußballschuhe, bei denen die Stollen ausgetauscht werden konnten, was damals eine Revolution war. 1978 verstarb Dassler. Er hinterließ einen Weltkonzern.

Das Unternehmen Puma von Dasslers Bruder Rudolf, mit dem Adi Dassler anfänglich in einer OHG zusammenarbeitete, war lange Zeit einer der schärfsten Konkurrenten bei Sportschuhen.

Der Firmensitz des Konzerns ist in Deutschland, während die Artikel mittlerweile außerhalb Deutschlands hergestellt werden. Die Produktion wurde größtenteils nach Südostasien verlagert. Dabei wird adidas, ähnlich wie seinem Konkurrenten Nike, vorgeworfen, von Ausbeutung und Kinderarbeit in so genannten Sweatshops zu profitieren (siehe Schwarzbuch Markenfirmen).

adidas hat sich im Laufe der Jahre durch den Ankauf weiterer Sportartikelhersteller zu einem internationalen Konzern entwickelt.

Durch den Ankauf der Salomon-Gruppe 1997 wurde die Firmenbezeichnung in Adidas-Salomon AG geändert. Ende 2005 wurde Salomon aufgrund der verlustreichen Geschäfte für rund 485 Mio. € an die finnische Amer Sports Corporation verkauft. Mitte 2006 wurde auch der Firmenname wieder in adidas AG geändert.

Reebok-Übernahme

Mit den Veräußerungsplänen von Salomon ging der Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Reebok einher mit dem Ziel, dem Weltmarktführer Nike näherzukommen. Am 31. Januar 2006 wurde die Akquisition von Reebok International Ltd. abgeschlossen. Reebok-Aktionäre erhielten pro Aktie 59 US$ bar. Der Wert der Transaktion betrug rund 3,1 Mrd. €. Herbert Hainer bleibt weiterhin Vorstandsvorsitzender der neuen adidas-Gruppe, während Paul Fireman von seiner Position als CEO der Reebok International Ltd. zurücktrat und nun als Hainers Berater tätig ist.

adidas hatte bisher im Gegensatz zu Reebok keinen großen Marktanteil im Sportschuh-Geschäft in den USA. In Europa ist das Verhältnis der Marktpositionen beider Hersteller umgekehrt. Dort ist Reebok in einer schwächeren Marktposition. Mit der Fusion will adidas Marktanteile am Sportschuhgeschäft gewinnen und seine Position gegenüber dem Weltmarktführer Nike (2005 einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro) stärken.

adidas-Gruppe

Heute gehören zur adidas-Gruppe folgende Marken:
  • adidas
    • adidas Sport Performance (Sportschuhe und -bekleidung)
    • adidas Sport Heritage (Retro-Lifestyle-Marke)
    • adidas Sport Style (Mode)
  • Reebok International Ltd. (Sportschuhe und -bekleidung)
  • TaylorMade-Adidas Golf
    • TaylorMade (Golfschläger und -accessoires)
    • adidas Golf (Golfschuhe und -bekleidung)
    • Maxfli (Golfbälle und -accessoires)

Markenzeichen


Das bekannte Markenzeichen sind die drei Streifen und das Logo mit den drei Blättern (Trefoil), das den Olympischen Geist symbolisieren soll, der die drei Kontinentalplatten verbindet. Anfang der 90er Jahre verhalfen die Sängerin Madonna und später auch der britische Fußballstar David Beckham den drei Streifen zum Erfolgsmarkenzeichen. Schon vorher hatte die Band Run DMC im Jahre 1986 den Song "My Adidas" veröffentlicht, in welchem sie dem in der Rapszene sehr beliebten adidas-Modell "Superstar" ein musikalisches Denkmal gesetzt hatten.

Bekannte Modelle

Besonders in den 70er und 80er Jahren gab es diverse Schuhmodelle, die zu jener Zeit Kult-Status besaßen. Hier sind zunächst die Leinenschuhe Nizza und Adria zu nennen. Später (ca. 1984) folgte der Leinenstiefel Spirit, der bereits die Zeit der Pastellfarben einläutete. Ab 1985 kamen dann die Modelle Lucy, Twister, Jolly und Sweety auf den Markt, die ebenfalls in diversen Pastellfarben erhältlich waren und eine heute kaum mehr bekannte Verbreitung erzielten. Sie waren noch nicht so hochentwickelt wie die heutigen Sportschuhe, aber doch extrem leicht und bequem, weshalb sie neben den modischen Farben so beliebt waren. Gängige Farben waren u.a. hellgelb, hellblau, zartrosa und weiß. Mit dem Ende der Pastell-Ära verschwanden die Schuhe dann ab 1987 zunehmend von den Straßen und aus den Sporthallen. Heutzutage sind die Schuhe dieser Ära fast nicht mehr anzutreffen und auch im Zuge des Retro-Trends kam es noch nicht zu einer Neuauflage dieser Modelle.

Weitere bekannte Modelle aus den 80er Jahren sind:

  • Grand Prix
  • Player
  • Match
  • Orion
  • Malibu

Emblem und Olympische Spiele

In einem Streit um die Größe des Herstellerlogos bei der Plazierung auf Olympia-Athleten-Kleidung entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC), dass adidas seine Streifen künftig nicht auffälliger präsentieren darf als die Konkurrenz ihre Logos. Erlaubt sind lediglich 20 Quadratzentimeter auf der Sportlerkleidung.

Die Konkurrenten Nike und Puma monierten zusammen mit dem Weltverband der Sportartikelindustrie, dass das adidas-Logo auffälliger präsentiert würde. adidas begründete dies insofern, dass die Streifen kein Markenzeichen, sondern ein Designelement wären. Für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen bekam adidas noch einmal eine Ausnahmegenehmigung.

Das IOC begründete seine Entscheidung damit, dass man ein Übermaß an Firmenwerbung auf der Sportlerkleidung vermeiden müsse und dass alle Hersteller gleich zu behandeln seien. adidas kündigte jedoch trotz der Vorkommnisse an, dass man weiterhin seiner „Tradition als olympische Marke“ treu bleiben werde.

Fußballgroßereignisse


Der Weltfußballverband hat 2005 schon einen Vertrag mit dem Sportausstatter adidas abgeschlossen. Damit wird auch der Spielball bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 vom deutschen Unternehmen aus Herzogenaurach gestellt. adidas hat zudem noch ein Vorverkaufsrecht auf Fernsehwerbung und bevorzugte Werbeflächen in den WM-Stadien. Inklusive der WM 2014 kosten die Lizenzen für die Fußballgroßereignisse (inklusive der Frauenfußball-Weltmeisterschaft und der Junioren-Fußballweltmeisterschaft) 250 Millionen Euro.

Außerdem sponsort adidas einige große Fußballvereine wie den FC Bayern München (von dem die adidas AG 10% der Anteile hält), Real Madrid, den AC Mailand und den FC Chelsea (ab der Saison 2006/2007) sowie unter anderem die Nationalmannschaften von Deutschland, Spanien, Frankreich, Argentinien und Griechenland.

Berlin World of Football.JPG Zur WM 2006 baute Adidas das Stadion "Adidas World of Football" vor dem Berliner Reichstag auf und brachte für jede teilnehmende Mannschaft einen Schuh in den Trikotfarben heraus mit einem zusätzlichen landes- bzw. fußballtypischen Zeichen an der Ferse. So wird bei dem für Argentinien entworfenen Schuh auf die „Hand Gottes“, bei dem für die Niederlande auf die von Johan Cruyff getragene Rückennummer „14“ und bei England auf den einzigen WM-Sieg 1966 angespielt.

Kuriosa


Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin leistete sich adidas einen peinlichen Fehler, als die Mützen etlicher deutscher Athleten mit der belgischen statt der deutschen Farbreihenfolge bedruckt wurden.

Weblinks


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