Ad hoc (lat. "für dieses", "hierfür") bezeichnet Taten oder Gegenstände, die speziell für einen Zweck entstanden sind bzw. getan wurden, oder die aus einer Situation heraus entstanden sind.
Im Rahmen des Börsenbooms der 1990er-Jahre sahen sich viele Deutsche mit dem Begriff der Ad-hoc-Meldung konfrontiert, der zur sofortigen Veröffentlichung bestimmten Tatsachen, die den Börsenkurs der zugelassenen Wertpapiere eines Unternehmens erheblich beeinflussen.
Ein Ad-hoc-Netzwerk bezeichnet in der Informationstechnologie eine drahtlose Netzwerktopologie zwischen zwei oder mehr mobilen Endgeräten, die ohne feste Infrastruktur auskommt. Es existiert auch als Mobiles Ad-hoc-Netz.
Mit Ad-hoc-Gesetzgebung wird eine überstürzte gesetzgeberische Reaktion unter dem Einfluss einer öffentlichen Diskussion oder Medienberichterstattung zu einem bestimmten Thema bezeichnet. Beispiel: Änderung des Sozialhilfe
Im Bereich der Ad-hoc-Workflows spricht man von Vorgängen die ohne Planung (Modellierung) ausgeführt werden. Das heißt, es werden Änderungen an bestehenden Instanzen zur Laufzeit vorgenommen, um beispielsweise auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Die adaptiven Workflows bilden hierzu eine Untergruppe, denn sie erlauben zwar auch das spätere Anpassen von Prozessen an ein sich dynamisch änderndes Umfeld, gehen aber von einer begrenzten Modellierung im Vorfeld aus.
Eine Ad-hoc-Hypothese ist eine für den Einzelfall geschaffene wissenschaftliche Hilfskonstruktion mit dem Zweck, eine Theorie gegen ihr widersprechende Beobachtungen zu unterstützen.
Ein Ad-hoc-Orchester ist ein für ein spezielles Projekt zusammengestelltes Orchester, meist entweder für ein Festival oder für Tonaufnahmen.
Wertpapiere und Börse | Lateinische Phrase | Wissenschaftstheorie
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