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Zytomegalievirus (CMV)
Reich: Viren
''Baltimore K. (dsDNA-Viren) I
: Herpesviridae
: Betaherpesvirinae
: Cytomegalievirus
: Humanes-Zytomegalie-Virus
Wissenschaftlicher Name Human cytomegalovirus
(syn. Humanes-Herpes-Virus 5)

Das Zytomegalievirus (ZMV) oder Cytomegalievirus (CMV), wissenschaftlich korrekt als Humanes-Zytomegalie-Virus (HZMV), Humanes-Cytomegalie-Virus (HCMV) oder Humanes-Herpes-Virus 5 (HHV 5) bezeichnet, ist ein behülltes, doppelsträngiges DNA-Virus (dsDNA), gehört zur Familie der Herpesviridae und ist weltweit verbreitet. Die Übertragung erfolgt über den Speichel, Spermasekrete sowie bei der Bluttransfusion.

Besondere Merkmale


Das Virus hat einen Gesamtdurchmesser von etwa 180 nm und sein Genom besteht aus einer linear aufgebauten, doppelsträngigen DNA von rund 240.000 Basenpaaren, welches für etwa 200 verschiedene Gene kodiert. Sein aus verschiedenen Capsomeren (aus mehreren Proteinen, den Protomeren, bestehender morphologischer Teil der Kapsidhülle) ikosaedrischer Anordnung aufgebautes Nukleokapsid wird von einer Lipidmembran umgeben. diese Virushülle enthält sechs Glykoproteine, gegen die der Wirtsorganismus Antikörper bilden kann. Diese Behüllung hat auch als Folge, dass das Virus außerhalb des Organismus nur kurze Zeit überdauern kann und leicht austrocknet. Außerdem ist das Virus gegenüber Alkohol, Lösungsmitteln, Detergentien und Säuren sehr empfindlich http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1538/pdf/JennertHeike-2004-02-20.pdf S.7,8.

Kennzeichnend für dieses Virus ist - wie auch für alle anderen Arten der Betaherpes-Virinae - ein enges Wirtsspektrum und ein auffällig langsamer Vermehrungszyklus. Die infizierten Zellen sind in der Regel stark vergrößert (Cytomegalie - im Sinne von Riesenzellbildung), weshalb das Virus auch so benannt wurde.

Verbreitung


Das Humane-Zytomegalie-Virus ist weltweit allgemein (ubiquitär) verbreitet, je nach geografischer Lage sind 60 bis hundert Prozent der Menschen mit dem Virus infiziert http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1538/pdf/JennertHeike-2004-02-20.pdf S.9.

Infektionsfolgen


Das Virus verursacht beim Menschen die Zytomegalie (Hauptartikel siehe dort). Die Erstinfektion mit dem Humanen-Zytomegalie-Virus verläuft in 99% ohne oder nur mit geringen Krankheitssymptomen. Das Leitsymptom ist dabei hohes, manchmal wochenlang anhaltendes Fieber mit typischerweise erhöhten Leberwerten im Labor. Lebensbedrohende Komplikationen wie eine Myocarditis, Thrombozytopenie oder Pneumonie sind beim Immunkompetenten selten, sodass keine antivirale Therapie begonnen werden muss.

Die Infektion endet niemals endgültig und das Immunsystem bleibt beschäftigt. Im Alter können bis zu zehn Prozent der Abwehrkräfte durch den Kampf gegen das Virus dauerhaft belegt sein, was zu der Immunschwäche im fortgeschrittenen Alter beiträgt.

Quellen


Weblinks


Viren, Viroide und Prionen | Herpesviren

Cytomegalovirus

Cytomégalovirus | サイトメガロウイルス | Cytomegalowirus

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Zytomegalievirus".

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