Die Zylinderkopfdichtung ist als wichtiges Bauteil in fast jedem Verbrennungsmotor zwischen Zylinderblock und Zylinderkopf eingebaut. Sie erfüllt die Aufgabe, den Verbrennungsraum gasdicht abzuschließen sowie den Übertritt von Kühlwasser und Motoröl aus den entsprechenden Kanälen in den Verbrennungsraum zu verhindern.
Die Zylinderkopfdichtung, kurz auch Kopfdichtung genannt, ist zumeist ein sehr komplexes sowie thermisch und mechanisch hoch belastetes Bauteil. Ihre Herstellung ist aufgrund der dazu erforderlichen teuren Werkzeuge aufwändig.
Sie besteht aus einem Trägerblech oder aber einem Metallgitter, das in eine hitzebeständige Kunststoffmasse eingebettet ist. Die Oberfläche ist häufig mit einer Anti-Haftschicht versehen. Die Brennraumaussparungen sowie die anderen Bohrungen sind eingebördelt.
Zweitakt-Motoren mit Luftkühlung benötigen vergleichsweise einfache Zylinderkopfdichtungen. Außerdem gibt es Motoren, die ohne Zylinderkopfdichtung auskommen. So hat der Motor des VW Käfer genau bearbeitete Passungen an den Einzel-Zylindern, die für die erforderliche Abdichtung sorgten. Vor 1930 gab es auch Motorenkonstruktionen ohne Trennung von Zylinder und Zylinderkopf. Diese so genannten Sackzylinder wurden jedoch wegen der Komplexität der Ventil-Anordnungen nicht weitergebaut.
Auch luftgekühlte Dieselmotoren haben selten eine richtige Zylinderkopfdichtung. Stattdessen werden der Zylinder und der Zylinderkopf "eingeschliffen". Um ein richtiges Spaltmaß zu erhalten, werden Fußdichtungen (zwischen Zylinder und Motorblock) eingesetzt oder Stahlscheiben zwischen Zylinder und Zylinderkopf. Beispiel: die FL-Motorenreihe von Deutz.
Eine defekte Zylinderkopfdichtung dürfte einer der verbreitetsten Motorschäden mit folgenden Auswirkungen sein:
Die Montage einer neuen Zylinderkopfdichtung ist eine Arbeit, die Erfahrung und gute Anleitung voraussetzt. Den Zylinderkopf selbst muss man abbauen und wieder montieren können. Hierzu sind oftmals komplexe Vor- und Nacharbeiten zu leisten, wie die Eintaktung von Kurbel- und Nockenwelle in der richtigen Winkellage.
Die Dichtflächen sind penibel zu säubern und mit einem Haarlineal auf Planheit zu prüfen. Die Schrauben der Dichtfläche müssen "ringförmig" von innen nach außen zumeist in mehreren Stufen nach einem festgelegten Schema mit stufig erhöhtem Drehmoment angezogen werden. Viel häufiger werden die Schrauben "nach Winkel" angezogen. Wegen der Reibung ist der Anzug nach Drehmoment zu ungenau.
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