| Wappen | Karte |
|---|---|
| Zwiefalten Wappen.png | Karte_zwiefalten_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Neckar-Alb |
| Landkreis: | Reutlingen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 538 m ü. NN |
| Fläche: | 45,43 km² |
| Einwohner: | 2.123 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 47 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 88529 |
| Vorwahl: | 07373 |
| Kfz-Kennzeichen: | RT |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 15 085 |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktplatz 3 88529 Zwiefalten |
| Offizielle Website: | www.zwiefalten.de |
| E-Mail-Adresse: | info@zwiefalten.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Hubertus-Jörg Riedlinger (SPD) |
Hayingen, Emeringen ¹, Riedlingen ², Langenenslingen ² und Pfronstetten.
Zwiefalten verdankt seine Bedeutung dem ehemaligen Benediktinerkloster (siehe Kloster Zwiefalten), das 1089 von Mönchen aus Hirsau gegründet wurde. Die Grafen Liutold von Achalm und Kuno von Wülflingen sowie ihre Ministerialen ließen dem Kloster umfangreiche Stiftungen zukommen. Zunächst bestand auch ein Frauenkloster im Ort, das jedoch wohl im Lauf des 14. Jahrhunderts aufgegeben wurde; vermutlich handelt es sich bei der heutigen Friedhofskirche um die ehemalige Kirche des Nonnenklosters. Bis zum 15. Jahrhundert gelang es dem Kloster, ein arrondiertes Territorium auf der Schwäbischen Alb zu erwerben. Allerdings plünderten die Bauern im Bauernkrieg von 1525 das Kloster; dabei soll es bei Tigerfeld zu einer Schlacht gekommen sein, bei der die Bauern eine Niederlage erlitten. Zwiefalten-1930.jpg Im Jahr 1750 wurde das Benediktinerkloster zur voll bestätigten Reichsabtei erhoben, indem es sich durch hohe Geldzahlungen von der württembergischen Schirmvogtei loskaufte.
Zum Gebiet des Klosters Zwiefalten gehörten die Orte
Anlässlich der Säkularisation 1803 wurde das Kloster gewaltsam aufgelöst. 1812 wurde in den Klostergebäuden die königlich württembergische Heilanstalt eingerichtet. Heute ist dort das Zentrum für Psychiatrie der Münsterklinik Zwiefalten.
Das Münster Unserer Lieben Frau, die Kirche der ehemaligen Abtei, gilt als Meisterwerk des deutschen Spätbarock. Der Bau wurde 1739 von den Gebrüdern Joseph Schneider und Martin Schneider begonnen und bis 1765 von Johann Michael Fischer vollendet. Die reiche Ausstattung der Kirche enthält ein spätgotisches Gnadenbild von 1430 sowie barocke Deckenfresken und ein Altarblatt von Franz Joseph Spiegler, Fresken von Andreas Meinrad von Au, Stuckaturen von Johann Michael Feuchtmayer und Skulpturen und ein Chorgestühl von Johann Joseph Christian.
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 227.
Zwiefalten besitzt mit der Münsterklinik Zwiefalten ein Zentrum für Psychiatrie. Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Zwiefalten des Bistums Rottenburg-Stuttgart, das zum Dekanatsverband Reutlingen-Zwiefalten gehört.
Ein Gedicht von Robert Gernhardt hat den Ort (insbesondere die psychiatrische Klinik) zum Thema. Die in Bodo Kirchhoffs Roman Zwiefalten beschriebene Stadt ist hingegen nicht mit dem tatsächlichen Ort Zwiefalten identisch. Eine Bar im Berliner Stadtteil Kreuzberg trägt den Namen des Ortssteils Upflamör "San Remo - Upflamör".
Ort in Baden-Württemberg | Landkreis Reutlingen | Benediktinerkloster
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