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Ein Zwiebelturm ist ein Turm mit einem Zwiebeldach, z. B. ein Kirchturm, dessen Spitze in Form einer Zwiebel gearbeitet ist. Der untere Teil der Spitze ist bauchig und läuft nach oben spitz zusammen, vergleichbar mit den Kirchentürmen des Kreml. Der erste Zwiebelturm im süddeutschen Raum wurde von Hans Holl (1512-1594), dem Vater von Elias Holl, im Jahre 1576 errichtet. KircheFrauendorf.jpg | 2003-04-18 Moskau Christi-Erlöser-Kathedrale.jpg

Die traditionelle Bauweise eines Zwiebelturms sind mehrere Lagen aus gehämmertem Kupferblech; alte Zwiebeltürme erkennt man daher meist an ihrer grünen Farbe (vgl. Grünspan, Kupferoxid). Aus Kostengründen werden in neuerer Zeit rostfreie Kupfer-Legierungen verwendet, oder die Bedachung lackiert, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.

Zwiebeltürme sind in Deutschland hauptsächlich in den südlichen Bundesländern, in Österreich und im italienischen Südtirol verbreitet, in denen die katholische Religion vorherrscht, wo sie typische Merkmale barocker Kirchen sind. Weltweit bekannt sind Zwiebeltürme bei orthodoxen Kirchengebäuden in Russland und Bulgarien.

Siehe auch


Turm | Kirchenbau

Onion dome

 

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