Dieser Artikel beschäftigt sich mit der nordamerikanischen Kaninchenart. Als Zwergkaninchen werden aber auch Zuchtformen des Hauskaninchens bezeichnet.
| Zwergkaninchen | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| : | Euarchontoglires |
| : | Hasenartige (Lagomorpha) |
| : | Hasen (Leporidae) |
| : | Brachylagus |
| : | Zwergkaninchen |
Ihr Fell ist an der Oberseite gelbbraun gefärbt, die Unterseite ist weißlich. Die Hinterbeine sind sehr kurz, weswegen sie auch nicht die von anderen Hasen bekannte hoppelnde Fortbewegungsweise haben. Die Kopfrumpflänge der Tiere beträgt 22 bis 28 Zentimeter, das Gewicht 250 bis 450 Gramm, womit das Zwergkaninchen zu den kleinsten Hasenarten zählt.
Als Lebensraum bevorzugen Zwergkaninchen dicht mit Wüstenbeifuß („sagebrush“) bestandene Gebiete. Sie graben bis zu einem Meter tiefe Baue, die üblicherweise vier oder fünf Ausgänge haben, meist direkt unterhalb eines Busches. Diese Tätigkeit unterscheidet sie von den Baumwollschwanzkaninchen, die keine eigenen Baue graben. Auch legen sie auch Trampelpfade durch das Buschwerk an, die ihnen ein schnelles Vorwärtskommen ermöglichen sollen. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und entfernen sich bei der Nahrungssuche oft nicht mehr als 30 Meter von ihrem Bau. Hauptnahrung ist der Wüstenbeifuß.
Bis zu dreimal im Jahr bringt das Weibchen nach rund vierwöchiger Tragzeit vier bis acht Jungtiere zur Welt.
Aufgrund ihrer Abhängigkeit von einer bestimmten Pflanzenart gelten sie heute als gering gefährdet. Insbesondere die Umwandlung ihres Lebensraumes in Weideland stellt eine Bedrohung für die Tiere dar.
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