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Zwerg-Birke
Betula nana0.jpg
: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
: Rosenähnliche (Rosidae)
: Buchenartige (Fagales)
: Birkengewächse (Betulaceae)
: Birken (Betula)
Wissenschaftlicher Name Betula nana L. Die Zwerg-Birke (Betula nana) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae).

Merkmale


Der sommergrüne, ästige Zwergstrauch (Nanophanerophyten) hat liegende oder aufsteigende Äste und erreicht nur Wuchshöhen zwischen 0,2 und 0,5 Meter. Die Rinde ist schwarzgrau. Die Zweige sind anfangs filzig, später kahl und dunkel rotbraun gefärbt.

Die kurz gestielten Laubblätter sind wechselständig und fast kreisrund mit einem Durchmesser von etwa 1 Zentimeter. Sie sind kahl, grob gekerbt wobei die Oberseite dunkelgrün ist. Unterseits sind sie heller und netznervig. Nach dem Austreiben sind diese etwas klebrig, im Herbst kräftig goldgelb bis intensiv karminrot gefärbt.

Sie sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten sind in aufrechten kugeligen bis länglichen Kätzchen zusammengefaßt. Die männlichen Kätzchen sind 0,5 bis 1,5 cm lang mit gelben Staubblättern. Die weiblichen Kätzchen sind hell-braun und werden 7 bis 10 mm lang. Blütezeit ist von April bis Mai.

Vorkommen


Als Standort werden staunasse Torfböden von Hoch- und Niedermooren bevorzugt. Aber auch Moorwiesen und Ränder von Erlenbrüchen.

Die Pflanze ist arktisch-alpin verbreitet. In der arktischen Tundra von Norwegen bis Sibirien, Schottland (dort meist bestandsbildend). In Mitteleuropa vereinzelt im Tiefland, im Harz, Böhmerwald und Erzgebirge sowie sehr selten auch im Alpenvorland.

In Österreich ist sie selten bis sehr selten in Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Tirol und Salzburg verbreitet. In Vorarlberg und Oberösterreich (aus dem Salzburger Teil des Ibmer Moores jedoch wieder angesiedelt) ist sie ausgestorben.

Gefährdung


Diese Pflanzenart ist in Österreich und Deutschland geschützt und ist in der Rote Liste gefährdeter Arten angeführt. In Österreich ist sie im westlichen Alpenraum und im nördlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht.

Sonstiges


Vor der nacheiszeitlichen Wiederbewaldung von Mitteleuropa entwickelte sich zwischen der nordischen Eisrandlage und den europäischen Hochgebirgen ein breiter Zwergbirkengürtel wie in der Tundra. Später hat sich dieses Verbreitungsgebiet in Teilareale aufgespalten.

Weblinks


Birkengewächse

Dværg-Birk | Dwarf Birch | Vaivaiskoivu | Dwergberk | Brzoza karłowata | Dvärgbjörk

 

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