article

Zungenspaltung ist eine Bifurkation, die in jüngster Zeit als Körpermodifikation zur Mode wurde. Dabei wird durch einen chirurgischen Eingriff die Zunge von der Spitze in Richtung Zungenwurzel entlang der Spiegelachse so eingeschnitten, dass zwei Enden, ähnlich einer Schlangenzunge, entstehen.

Der Eingriff muss professionell durchgeführt werden, da sonst nicht nur die Gefahr gravierendster Komplikationen besteht, sondern die Zunge in vielen Fällen auch wieder zusammenwachsen kann.

Die getrennten Enden können mit etwas Übung meist unabhängig voneinander bewegt werden. Die Sprachfähigkeit scheint nicht dauerhaft beeinträchtigt zu werden. Beim Küssen soll ein erheblicher Lustgewinn erzielt werden können.

In manchen Staaten der USA ist Zungenspaltung gesetzlich verboten und beim Militärdienst nicht gestattet. Daher lehnen Ärzte in den USA die Durchführung normalerweise ab, wodurch Zungenspaltung überwiegend unter größerem Risiko innerhalb der Subkultur durchgeführt wird. Die Zunge kann jedoch auch ohne einen chirurgischen Eingriff gespalten werden. Dabei wird oft ein Nylonfaden durch den Stichkanal eines vorhandenen Zungenpiercings gezogen und eng gespannt verknotet, wodurch langfristig ein ähnlicher Effekt erzielt werden kann, indem sich der Faden durch die Zunge schneidet.

Geschichte


Im Byzantinischen Reich war die Zungenspaltung eine Strafe, die an einem Kaiser nach dessen Sturz angewandt wurde, damit dieser nach der Verstümmelung nicht erneut regieren konnte. Alternativ wurde dessen Nase gespalten oder eine Erblindung herbeigeführt. Populär wurde diese Modifikation durch die Modern Primitive-Bewegung während der 1990er Jahre.

Zungenspaltung in den Medien


Der mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnete Roman Hebi ni Piasu (eine gepiercte Schlange) von Hitomi Kanehara behandelt das Thema Zungenspaltung.

Die am 19. September 2003 in Amerika ausgestrahlte Folge der TV-Serie Boston Public handelt von einer Gruppe von Schülern, die eine Spaltung der Zunge durchführen ließen, was von der Schulverwaltung stark kritisiert wurde.

Körpermodifikation

Tongue bifurcation

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Zungenspaltung".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld