Zungenspaltung ist eine Bifurkation, die in jüngster Zeit als Körpermodifikation zur Mode wurde. Dabei wird durch einen chirurgischen Eingriff die Zunge von der Spitze in Richtung Zungenwurzel entlang der Spiegelachse so eingeschnitten, dass zwei Enden, ähnlich einer Schlangenzunge, entstehen.
Der Eingriff muss professionell durchgeführt werden, da sonst nicht nur die Gefahr gravierendster Komplikationen besteht, sondern die Zunge in vielen Fällen auch wieder zusammenwachsen kann.
Die getrennten Enden können mit etwas Übung meist unabhängig voneinander bewegt werden. Die Sprachfähigkeit scheint nicht dauerhaft beeinträchtigt zu werden. Beim Küssen soll ein erheblicher Lustgewinn erzielt werden können.
In manchen Staaten der USA ist Zungenspaltung gesetzlich verboten und beim Militärdienst nicht gestattet. Daher lehnen Ärzte in den USA die Durchführung normalerweise ab, wodurch Zungenspaltung überwiegend unter größerem Risiko innerhalb der Subkultur durchgeführt wird. Die Zunge kann jedoch auch ohne einen chirurgischen Eingriff gespalten werden. Dabei wird oft ein Nylonfaden durch den Stichkanal eines vorhandenen Zungenpiercings gezogen und eng gespannt verknotet, wodurch langfristig ein ähnlicher Effekt erzielt werden kann, indem sich der Faden durch die Zunge schneidet.
Die am 19. September 2003 in Amerika ausgestrahlte Folge der TV-Serie Boston Public handelt von einer Gruppe von Schülern, die eine Spaltung der Zunge durchführen ließen, was von der Schulverwaltung stark kritisiert wurde.
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