Die Zugspitze ist mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Deutschlands.
Am Zugspitzmassiv treffen der Wetterstein-Hauptkamm (Grenze zwischen Österreich und Deutschland), der Blassenkamm und der Waxensteinkamm zusammen. Das Massiv trägt zwei der wenigen deutschen Gletscher, den Schneeferner und den Höllentalferner.
Auf dem Zugspitzplateau, Zugspitzplatt genannt - ein sich sanft abdachendes Karrenfeld oberhalb des Reintals - findet sich Deutschlands höchstes und einziges Gletscher-Skigebiet. Der Gipfel beherbergt das Münchner Haus, eine berühmte Alpenvereinshütte, und seit mehr als hundert Jahren eine meteorologische Station, die unter anderem im Rahmen des GAW-Programms klimarelevante Daten erfasst.
Der Gipfel ist mit der Eibsee-Seilbahn, der Bayerischen Zugspitzbahn (Zahnradbahn) oder der Tiroler Zugspitzbahn erreichbar.
Die Zugspitze besitzt außerdem Deutschlands höchstgelegene Postfiliale.
Die Zugspitze wurde erstmals 1590 namentlich erwähnt. In einer Beschreibung der Grenze zwischen der Grafschaft Werdenfels und Österreich heißt es, dass selbige "von dem Zugspiz und über dem Derle in Derlers Kopf, folgendts grad durch in die Loisachbrüg" verlaufe. Selbst 200 Jahre später war der Name noch so unbekannt, dass er im 1796 erschienenen "Reise-Atlas von Baiern" nicht erwähnt wurde. Die Einheimischen lebten von der Viehzucht und vom Holzhandel, das hohe Zugspitzmassiv spielte weder wirtschaftlich noch touristisch eine Rolle.
Im 19. Jahrhundert erwachte schließlich das Interesse an einer Erschließung des Massivs. Am 7. August 1807 startete die erste dokumentierte Expedition von Partenkirchen aus in Richtung Zugspitze: François Gabriel Graf von Bray, Präsident der Regensburger Botanischen Gesellschaft, der Botaniker Kaspar Graf von Sternberg, Professor Charles François Duval, Generalmajor Reinhard Friedrich Freiherr von Werneck und zwölf Einheimische als Führer und Träger. Ziel der Expedition war es, den Verlauf sowie die Temperatur-Entwicklung der Partnach bis zu ihrer Quelle am westlichen Ende des Reintals zu erforschen, sowie die Botanik der Region zu erkunden. In Graf Brays Bericht der Expedition wird jedoch die Zugspitze, welche die Mannschaft in knapp vier Kilometern Entfernung gesehen haben muss, mit keinem Wort erwähnt.
Am 7. Januar 1882 fand die erste Winterbesteigung durch F. Kilger, H. und J. Zametzer und H. Schwaiger statt.
Mit einer kurzen Unterbrechung nach Kriegsende 1945 finden seit dieser Zeit permanente, bemannte Wetterbeobachtungen auf der Zugspitze statt. Die bemannte Station wird heute vom DWD betrieben. Daneben betreibt Österreich eine automatische, unbemannte Wetterstation.
Die einfachste Route ist der Weg durch die Partnachklamm und das Reintal zum Zugspitzplatt und weiter auf den Gipfel (kurze versicherte Passagen im Gipfelbereich). Auf diesem Weg bieten die Bockhütte, die Reintalangerhütte und die Knorrhütte Rastmöglichkeiten. Je nach Kondition sind 8 bis 10 Stunden einzuplanen. Ein wesentlich anspruchsvollerer Weg führt von Hammersbach durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte, dann weiter bis zum Talschluss, hier muss man über die Leiter und das Brett, einen Abschnitt mit Eisenleitern und Eisenstiften, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Danach geht es über den Höllentalferner und weiter auf einem versicherten Klettersteig über die Irmerscharte auf die Zugspitze. Man muss mit einer Gesamtzeit von 7 bis 8 Stunden rechnen, wobei eine Übernachtung in der Höllentalangerhütte zu empfehlen ist.
Auf beiden Wegen sind bis zum Gipfel der Zugspitze 2.200 Höhenmeter zu überwinden, somit ist der Aufstieg auch für Trainierte eine Herausforderung. Eine bergsteigerische Herausforderung ist die Überschreitung des Jubiläumsgrats von der Alpspitze zur Zugspitze. Hierbei handelt es sich nicht um einen Klettersteig sondern um eine hochalpine Gratüberschreitung, bei der Kletterstellen im III. Grad ungesichert zu bewältigen sind. Dem nicht geübten Kletterer ist hiervon dringend abzuraten.
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