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Die Lebensmittelfarbe Zuckerkulör (von französisch couleur für "Farbe") bezeichnet eine Mischung verschiedenster Stoffe von bräunlicher Färbung, die beim Erhitzen von stärke- bzw. zuckerhaltigen Lebensmitteln entstehen. Beim Backen oder Braten (Maillard-Reaktion) entstehen ähnliche Farbstoffe.

Bei der Herstellung von Zuckerkulör werden Kohlenhydrate wie Rübenzucker, Trauben- oder Invertzucker auf 120 bis 150°C erhitzt. Zum Teil werden Reaktionsbeschleuniger (Katalysatoren) zugesetzt und unter Zugabe von starken Säuren abgekühlt. Es entsteht ein Spektrum bräunlich bis schwarzer Farbstoffe, die bitter schmecken und nach verbranntem Zucker riechen.

Die verschiedenen Zuckerkulöre

  • Einfacher Zuckerkulör (E 150 oder E 150a)
  • Sulfitlaugen-Zuckerkulör (E 150b)
  • Ammoniak-Zuckerkulör (E 150c)
  • Ammoniumsulfit-Zuckerkulör (E 150d)
werden nach dem jeweils verwendeten Reaktionsbeschleuniger eingeteilt.

Zuckerkulör wird für alkoholische Getränke wie z. B. Whisky und Alkopops sowie für Marmeladen, Wurst, Fertigsaucen, Essig, Süßwaren verwendet. Bestimmte Lebensmittel dürfen jedoch nicht mit Zuckerkulör gefärbt werden, um vor Täuschung zu schützen (z. B. Brot: Braune Farbe täuscht einen Vollkornanteil vor).

Zuckerkulör ist in kleinen Gebinden im Lebensmittelhandel erhältlich und wird in der gehobenen Alltagsküche zum Färben von Süßspeisen und insbesondere (Braten)soßen benutzt.

Gefundene Produkte: Früchtemüslis (E 150c), Balsamico-Essig, Cola-Getränke (E 150d), Lakritzdragees (E 150a), Malzbier (E 150d), Kandi (E 150c), Nudelsuppe (E 150d), Fassbrause (E 150d), Vita-Cola (E 150d).

Zuckerkulör gilt als unbedenklich und darf ohne Höchstmengenbeschränkung ("quantum satis") verwendet werden.

Karamell entspricht einer Teilmenge von Zuckerkulör.

Lebensmittelindustrie | Farbstoff

 

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