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Wappen Karte
Wappen_Zossen.PNG Karte_Zossen_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Geografische Lage:
Höhe: 37 m ü. NN
Fläche: 179,57 km²
Einwohner: 17.036 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 15806 (alt: O-1630)
Vorwahl: 03377
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 477
Stadtgliederung: 7 Orts- und
9 Gemeindeteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 20/21
15806 Zossen
Website: www.zossen.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-zossen.de
Politik
Bürgermeisterinin: Michaela Schreiber (parteilos)

Zossen ist eine Stadt im Landkreis Teltow-Fläming am Nottekanal in Brandenburg, südlich von Berlin an der B 96 gelegen. Der Stadt wurden im Jahre 2003 mehrere kleine Nachbarorte eingemeindet. Zossen ist wie mehrere Ortschaften in Brandenburg ursprünglich eine slawische Gründung.

Geografie


Stadtgliederung

Seit der Gemeindegebietsreform 2003 besteht Zossen aus folgenden Orts- und Gemeindeteilen
  • Glienick mit den Gemeindeteilen Horstfelde, Schünow und Werben
  • Kallinchen
  • Nächst Neuendorf
  • Nunsdorf
  • Schöneiche
  • Wünsdorf mit den Gemeindeteilen Funkenmühle, Lindenbrück, Neuhof, Waldstadt und Zesch am See
  • Zossen mit Dabendorf

Namensursprung


Der Name Zossen leitet sich von der slawischen Bezeichnung für die Kiefer ab.

Geschichte


EAEGTriebwagen.JPG Zwischen Berlin-Marienfelde und Zossen wurden zwischen 1901 und 1904 verschiedene Schnellfahrtversuche mit elektrischen Lokomotiven und Triebwagen durchgeführt. Diese Fahrzeuge wurden mit Drehstrom von 15kV und variabler Frequenz angetrieben. Die Stromzuführung erfolgte über drei übereinander angeordnete Oberleitungen.

In Zossen (Ortsteil Wünsdorf) liegt ein großes Areal, das von 1945 bis 1994 als sowjetische Militäranlage diente und seit 1994 zivil genutzt wird. Es war schon im Ersten Weltkrieg eine militärische Anlage, wo im so genannten "Halbmondlager" muslimische Kriegsgefangene untergebracht wurden, die bei der russischen, britischen und französischen Armee gekämpft hatten. Diese Gefangenen kamen aus Innerasien, Nord- und Westafrika und Indien. Für sie wurde sogar eine Moschee aus Holz errichtet. Man wollte die Gefangenen durch gute Behandlung und propagandistische Beeinflussung für die deutsche Seite einnehmen. Fernziel war auch die Auslösung von Aufständen in der moslemischen Welt gegen Deutschlands Kriegsgegner. Diese Pläne wurden allerdings dann aufgegeben. Im Weinbergelager wurden sonstige französische und russische Kriegsgefangene untergebracht. Von 1943 bis 1945 hatte das Oberkommando des deutschen Heeres sein Hauptquartier in Zossen (Ortsteil Wünsdorf).

Zeittafel

  • 1809/1810 werden der Kietz und Weinberge zu Zossen eingemeindet,
  • 1885 Auf dem Kietz wird ein Denkmal für die Gefallenen der Kriege 1864, 1866 und 1870/1871 eingeweiht,
  • 1906 Durch einen Anbau wird die Schule am Kirchplatz vergrößert,
  • 1910 Entwicklung des Militärgebiets zwischen Zossen und Wünsdorf,
  • 1932 Flugblatt des Stadtverordneten und Diakon Emil Phillip zur drohenden Veränderung der evangelischen Gemeinde und der Stadt Zossen,
  • 1933 in Folge der Machtübernahme durch die NSDAP werden in Zossen Sozialisten und Kommunisten inhaftiert und auf dem Schulhof am Kirchplatz von SA-Mannschaften misshandelt. Emil Phillip wird auf Betreiben Pastor Eckerts versetzt,
  • 1934 wird das Rathaus erweitert,
  • 1939 Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs entwickelt sich der Militärstützpunkt Zossen zu einer militärischen Zentrale,
  • 1956 Der Stadtpark wird erstellt,
  • 1992 Der Heimatverein "Alter Krug" Zossen e. V. wird gegründet,
  • 1993 nachdem der Kietz 1906 den Namen "Bismarckplatz" und nach dem Zweiten Weltkrieg "Leninplatz" erhielt, heißt er nun wieder "Am Kietz"; dies ist sein historischer Name,
  • 1994 Entstehung des Landkreises Teltow-Fläming aus den Altkreisen Jüterbog, Luckenwalde und Zossen,
  • 1995 Der "Alte Krug" mit seiner Schwarzküche wird restauriert
  • 1996 wird der 450. Jahrestag der Verleihung weitreichender Gerechtigkeiten und Privilegien durch Kurfürst Joachim II. gefeiert

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Zossen_Kirche.jpg Sehenswert ist in Zossen die barocke Quersaalkirche, deren Grundstein am 24. Mai 1734, auf dem Fundament der Vorgängerin, einer Fachwerkkirche, gelegt wurde. Kanzel und Altar der Kirche stehen in der Mitte des Raumes, gegenüber dem Turm. 1938 wurde die Kirche renoviert, wobei eine Zwischendecke nicht verwirklicht wurde, so dass die "sarg"ähnliche Holzdecke weiter sichtbar ist.

Vom ehemaligen Militärbahnhof Zossen aus starten seit 2003 Draisinen ihre Fahrt auf der ehemaligen Königlich Preußische Militäreisenbahn. Unter dem Namen Erlebnisbahn Zossen-Jüterbog gehört diese Bahnstrecke neben der Flaeming-Skate zu den touristischen Attraktionen der Region.

Der Ortsteil Wünsdorf ist eine der wenigen Bücherstädte Deutschlands.

Politik


Städtepartnerschaften

Partnerstädte der Stadt sind Wittlich in Rheinland-Pfalz und die Stadt Delbrück aus dem Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen.

Weblinks


Ort in Brandenburg | Zossen

 

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