| Wissenschaftlicher Name
|
| Ictonyx striatus
|
| (Perry, 1810)
|
Der
Zorilla oder
Bandiltis (
Ictonyx striatus) ist eine in
Afrika lebende
Raubtierart aus der Familie der
Marder (Mustelidae). Obwohl er in seinem Aussehen und seinem Verhalten viele Parallelen zu den amerikanischen
Skunks aufweist, gehört er zur Unterfamilie
Mustelinae und ist somit nahe mit den
Echten Mardern und den
Wieseln verwandt.
Merkmale
Zorillas haben die auch für Skunks charakteristische schwarz-weiße Streifenzeichnung des Rückens. Die Unterseite ist schwarz. Das Gesicht ist ebenfalls schwarz, mit weißen Flecken auf Stirn und Wangen. Der vorwiegend weiß gefärbte Schwanz ist lang und buschig. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 28 bis 39 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 20 bis 30 Zentimeter und ein Gewicht von 0,4 bis 1,4 Kilogramm, wobei die Männchen deutlich schwerer werden als die Weibchen.
Verbreitung und Lebensraum
Zorillas leben in ganz
Afrika südlich der
Sahara, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von
Mauretanien bis
Sudan und südwärts bis
Südafrika. Sie bewohnen eine Vielzahl von Habitaten, beispielsweise
Savannen,
Halbwüsten und
Regenwälder.
Lebensweise
Zorillas sind fast ausschließlich nachtaktiv. Als Ruheplätze verwenden sie Felsspalten oder verlassene Baue anderer Tiere, manchmal graben sie aber auch eigene Baue. Sie leben vorwiegend am Boden, können aber schwimmen und klettern. Ihre Körperhaltung bei der Jagd mit dem gebeugten Rücken und dem hochgestreckten Schwanz erinnert an
Mangusten. Zorillas leben einzelgängerisch und vermeiden außerhalb der Paarungszeit den Kontakt zu Artgenossen.
Wird ein Zorilla angegriffen, faucht er zunächst, richtet seine Haare und hebt den Schwanz. Nützt das nichts, dreht er sich um und spritzt dem Angreifer ein Sekret aus seinen Analdrüsen entgegen. Dieses Sekret ist in großen Mengen vorhanden und hat einen strengen, penetranten Geruch. Manchmal stellen sie sich im Angriffsfall auch tot.
Nahrung
Zorillas sind vorwiegend Fleischfresser. Er jagt kleine
Nagetiere wie
Mäuse,
Ratten oder
Springhasen, außerdem
Vögel,
Eidechsen,
Schlangen und
Insekten. Manchmal bricht er auch in Hühnerställe ein und reißt das Geflügel.
Fortpflanzung
Nach einer Tragzeit von rund 36 Tagen bringt das Weibchen zwischen September und Dezember ihren Nachwuchs zur Welt. Die ein bis drei Neugeborenen sind zunächst nackt und blind. Mit rund 40 Tagen öffnen sie die Augen, nach rund vier Monaten werden sie entwöhnt.
Zorillas und Menschen
Als Jäger von Ratten und Mäusen werden Zorillas in Afrika als nützlich angesehen, auch wenn sie manchmal Geflügel reißen. Sie werden mancherorts auch als Haustiere gehalten, wobei ihnen allerdings meistens die Analdrüsen entfernt werden. Insgesamt sind sie weitverbreitet und zählen nicht zu den bedrohten Arten.
Literatur
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
Raubtiere
Striped Polecat | Zorille commune | Gestreepte bunzing | Haisuhilleri