| ICD-10-Code Zollinger-Ellison-Syndrom | ||
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| E16.4 | Zollinger-Ellison-Syndrom |
Das Zollinger-Ellison-Syndrom (Synonym Gastrinom) ist eine Erkrankung, bei der erhöhte Mengen des Hormones Gastrin produziert werden, welches den Magen zu vermehrten Salzsäure-Produktion anregt. Benannt ist die Erkrankung nach den Erstbeschreibern, den amerikanischen Chirurgen Robert Milton Zollinger (1903–1992) und Edwin Homer Ellison (1918-1970).
Das von einem Gastrinom produzierte Gastrin verursacht eine Überproduktion an Magensäure. Gastrin wirkt am Magen auf die Parietalzellen und veranlasst diese, mehr Wasserstoffionen in das Magenlumen freizusetzen. Der Säurenanstieg trägt zur Entwicklung von Magengeschwüren (Ulcera ventriculi) und Zwölffingerdarm-Geschwüren (Ulcera duodeni) bei.
Für die Diagnose ist vor allem der erhöhte Gastrin-Spiegel (=Gastrinämie) wegweisend. Werte über 1000 ng/l sind dabei fast beweisend. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten, bei denen der Gastrin-Spiegel ebenfalls erhöht sein kann, kommt es beim Zollinger-Ellison-Syndrom zusätzlich nach Provokation mit Sekretin zu einem oft 100% Anstieg des Gastrin-Spiegels.
Weiters können zur Diagnosesicherung die therapieresistenten, oft atypisch lokalisierten Ulcera herangezogen werden.
Als Differenzialdiagnosen für den erhöhten Gastrin-Spiegel kommen die Therapie mit Protonenpumpenhemmern, Gastritis, Magenteilresektion, Magenausgangsstenosen oder eine Niereninsuffizienz in Frage.
Syndrom | Endokrinologie | Gastroenterologie | Viszeralchirurgie | Tumor
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"Zollinger-Ellison-Syndrom".
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