Zollikofen ist eine Gemeinde im Amtsbezirk Bern des Kantons Bern in der Schweiz.
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1860 | 1062 |
| 1960 | 6061 |
| 1980 | 8533 |
| 2000 | 9534 |
Trotz des starken Durchgangverkehrs auf der Bernstrasse haben die Quartiere Zollikofens den ländlichen Charme bewahrt. Auch wenn in der Gemeinde nur noch wenige Landwirte aktiv sind, dominiert die Natur mit sanften Hügeln, saftigen Wiesen und Wäldern, Bächen und der Aare das Landschaftsbild. Zollikofen trägt das Label "Energiestadt", das Gemeinden für ihre nachhaltige Energiepolitik auszeichnet.
Ein wichtiger Regierungsschwerpunkt des Gemeinderates ist die Förderung Zollikofens als gleichzeitiger Wohnort und Arbeitsplatz. Neue Unternehmen und Zuzüger sind hoch willkommen. Zollikofen bietet ausserdem ein breites Angebot an Tagesschul- und Krippenplätzen, welche die Gemeinde gerade für Familien attraktiv machen. Daneben liegt dem Gemeinderat auch sehr daran, weiche Standortfaktoren wie Freizeitangebot, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Bildungs- und Gesundheitswesen weiterhin gezielt zu fördern.
In unmittelbarer Nähe liegt ein Anschluss an die Autobahn A1.
Um das Jahr 0: Die mittelalterliche, später in ein Barockschloss verwandelte Burg Reichenbach ist höchstwahrscheinlich aus einem römischen Flusskastell entstanden, das mit dem Castrum auf der Engehalbinsel in Verbindung stand.
14. Jh. nach Chr.: Die Herrschaft Reichenbach mit ihren Marchen, Waldungen, Gewässern und bewohnten Örtlichkeiten bestand bis 1830 und ist mit der heutigen Einwohnergemeinde Zollikofen identisch. Sie wurde zu Beginn des 14. Jh. von Rudolf von Erlach, dem Sieger von Laupen, gegründet. Es folgten etliche Besitzerwechsel.
1798: Als die Franzosen nach dem letzten Gefecht im Grauholz in Bern einzogen, änderte auch die Herrschaft Reichenbach. Die herrschaftlichen Rechte fielen dahin und die neue politische Körperschaft nannte sich Zollikofen.
1811: Im Jahre 1811 löste sich Zollikofen von der Herrschaft Reichenbach und wurde eine selbständige Ortsgemeinde mit rund 500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der erste Gemeinderat wurde noch nicht vom Volk, sondern vom Oberamtmann des Amtsbezirkes, heute Regierungsstatthalter, eingesetzt. Die Fischerpost wurde nach der Gründung der Eidgenossenschaft verstaatlicht und in die PTT integriert.
Ab 1918: Nach der Jahrhundertwende begannen die politischen Parteien ihre staatsbürgerlichen Aufgaben verstärkt wahrzunehmen. Bis 1976 waren im Gemeinderat ausschliesslich SVP, SP und FDP vertreten. Während von 1918 - 1947 die SP den Gemeinderat mit fünf von neun Sitzen dominierte, stellen seit 1948 die bürgerlichen Parteien SVP und FDP in der Regel mit fünf bis sechs Sitzen die Mehrheit.
1939: Beim Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Kirche Zollikofen fertiggestellt. Zuvor gehörte Zollikofen zur Kirchgemeinde Bremgarten-Zollikofen. Doch die starke Bevölkerungszunahme machte eine eigene Kirche notwendig.
1964: Mitte 60-er Jahre wurde in Zollikofen der Grosse Gemeinderat (Parlament) mit 40 Sitzen eingeführt.
1968: Drei Jahre vor der Eidgenossenschaft beschliessen die Stimmbürger, das Stimm- und Wahlrecht solle fortan auch den Frauen zustehen. Ende 1990 zählte Zollikofen 6277 Stimmberechtigte.
2000: An der Schwelle zum neuen Jahrtausend zählt Zollikofen rund 9'500 Einwohnerinnen und Einwohner.
2005: Der Gemeinderat besteht neu nicht mehr aus neun, sondern aus sieben Mitgliedern.
Ort in der Schweiz Ort im Kanton Bern Schweizer Gemeinde
Zollikofen | Zollikofen | Zollikofen | Zollikofen | Zollikofen (kommun, CH-BE)
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