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Wappen Karte
Wappen Zollernalbkreis.png Lage des Zollernalbkreises in Deutschland.GIF
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Regionalverband: Neckar-Alb
Verwaltungssitz: Balingen
Fläche: 917,72 km²
Einwohner: 192.919 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 210 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BL
Kreisschlüssel: 08 4 17
Kreisgliederung: 25 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Hirschbergstraße 29
72336 Balingen
Website: www.zollernalbkreis.de
E-Mail-Adresse: post@zollernalbkreis.de
Politik
Landrat: Willi Fischer
Karte
Baden_wuerttemberg_bl.png

Der Zollernalbkreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Landkreis Reutlingen und dem Landkreis Tübingen die Region Neckar-Alb im Regierungsbezirk Tübingen. Der Zollernalbkreis grenzt im Norden an den Landkreis Tübingen, im Osten an den Landkreis Reutlingen und an den Landkreis Sigmaringen, im Süden an den Landkreis Tuttlingen und im Westen an den Landkreis Rottweil und an den Landkreis Freudenstadt.

Geografie


Der Zollernalbkreis hat hauptsächlich Anteil an der Schwäbischen Alb sowie dem Albvorland. Im Kreisgebiet liegt der dritthöchste Berg der Schwäbischen Alb, der Plettenberg (1002 m ü. NN). Im Südosten reicht das Kreisgebiet fast bis an die Donau.

Geschichte


Der Zollernalbkreis wurde durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 durch Vereinigung des Landkreises Balingen mit den meisten Gemeinden des Landkreises Hechingen (einige kamen auch zum vergrößerten Landkreis Freudenstadt) und einer Gemeinde des Landkreises Sigmaringen (Straßberg mit dem am 1. Dezember 1971 eingegliederten Kaiseringen) gebildet. Am 1. Februar 1973 wurde die Gemeinde Schörzingen vom Landkreis Rottweil in den Zollernalbkreis eingegliedert, weil sie in die Stadt Schömberg eingemeindet wurde. Am 1. Januar 1974 folgte Hartheim (bis 1972 Landkreis Stockach), da sie in die Stadt Meßkirch eingegliedert wurde (am 1. September 1971 war bereits Heinstetten ebenfalls vom Landkreis Stockach nach Meßkirch eingemeindet worden) und am 1. Januar 1975 folgten schließlich noch die Gemeinden Benzingen und Harthausen an der Scher (beide bis dato Landkreis Sigmaringen), die zu diesem Zeitpunkt in die Gemeinde Winterlingen eingemeindet wurden.

Der Altkreis Balingen ging 1938 im Wesentlichen aus dem alten gleichnamigen Oberamt hervor, das 1806 nach dem Übergang an das Königreich Württemberg errichtet worden war. Im Laufe der Geschichte wurde dieses mehrmals verändert und 1938 wurden dem Landkreis Balingen Orte aus den Oberämtern Sulz, Spaichingen und Rottweil zugeordnet.

Der Altkreis Hechingen war 1925 aus den hohenzollerisch-preußischen Oberämtern Hechingen und Haigerloch sowie einigen Orten des Oberamtes Gammertingen gebildet worden. Auch die Oberämter Hechingen und Haigerloch veränderten im Laufe der Geschichte ihre Grenzen mehrmals (u.a. 1854 Aufhebung der Oberämter Glatt und Straßberg).

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Zollernalbkreis noch 25 Gemeinden, darunter neun Städte und hiervon wiederum zwei "Große Kreisstädte" (Albstadt und Balingen). Größte Stadt des Kreises ist Albstadt, kleinste Gemeinde ist Dautmergen.

Zwischen 1990 und 1994 kam es zur Verwaltungspartnerschaft mit dem Landkreis Freital in Sachsen. Diese endete nach der sächsischen Landkreisreform.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 176.801
31. Dezember 1975 173.554
31. Dezember 1980 173.240
31. Dezember 1985 170.231
27. Mai 1987 ¹ 172.245
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 181.635
31. Dezember 1995 192.862
31. Dezember 2000 192.891
30. Juni 2005 192.919

Politik


Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Balingen 1945-72:

Die Landräte des Landkreises Hechingen 1945-72:

Die Landräte des Zollernalbkreises seit 1973:

Wappen

In gespaltenem Schild vorne von Silber und Schwarz geviert, hinten in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen (Wappen-Verleihung 2. August1974)
Bedeutung:
Die vordere Bildhälfte zeigt das Wappen der Hohenzollern. Bis 1945 war der Raum Hechingen Teil von Hohenzollern bzw. Preußen. Die Hirschstangen symbolisieren Württemberg, das die Gegend um Balingen beherrschte.
Beschreibung:

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Die Württembergischen Staatseisenbahnen eröffneten 1869 zunächst die Strecke von Tübingen nach Hechingen; sie wurde 1874 bis Balingen und 1878 bis Ebingen - Sigmaringen verlängert.

In Hechingen kreuzt die Hohenzollerische Landesbahn AG, die ihre Strecken von hier im Jahr 1901 nach Burladingen und 1908 weiter in Richtung Sigmaringen führte, während es 1912 nach Westen bis Stetten ging, wo schon seit 1901 eine Verbindung nach Haigerloch - Eyach bestand.

Innerhalb von Albstadt liegt heute die "Talgangbahn" Ebingen - Onstmettingen, die 1901 durch die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft gebaut worden ist. Von Balingen verkehrten ab 1911 die Züge der Württembergischen Staatsbahnen nach Schömberg, von wo die Deutsche Reichsbahn ab 1928 bis Rottweil weiterfuhr.

Mit 115 km Länge erreichte das Bahnnetz seine größte Ausdehnung. Davon werden nur noch 68 km voll mit Personenverkehr bedient. Der Personenverkehr endete:

  • 1971: Schömberg - Schörzingen (- Rottweil) 3 km und Balingen - Schömberg (jetzt Touristikbahn) 13 km
  • 1972: (Eyach -) Bad Imnau - Haigerloch 6 km
  • 1973: Haigerloch - Hechingen Landesbahnhof 17 km
  • 1998: Albstadt-Ebingen - Albstadt-Onstmettingen 8 km

Das Kreisgebiet wird von keiner Bundesautobahn berührt. Die Autobahn A 81 Stuttgart - Singen (Hohentwiel) führt jedoch nur wenige Kilometer westlich des Kreises vorbei. Das Kreisgebiet wird nur durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die wichtigsten Bundesstraßen sind die B27 Stuttgart - Balingen - Villingen-Schwenningen, die B 32 Hechingen - Sigmaringen und die B 463 Empfingen - Balingen - Sigmaringen

Medien

Im Zollernalbkreis sind die Tageszeitungen Zollernalbkurier, Schwarzwälder Bote sowie die Hohenzollerische Zeitung mit entsprechenden Lokalteilen erhältlich. Über Kabel ist der regionale TV-Sender RTF.1 (Fernsehen für die Region Neckar-Alb) zu empfangen.

Kreiseinrichtungen

Der Zollernalbkreis ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Gewerbliches Schulzentrum Balingen, Hauswirtschaftliche Schulen Albstadt, Hauswirtschaftliche Schulen Hechingen, Kaufmännische Schulen Albstadt und Kaufmännische Schulen Hechingen sowie folgender Sonderschulen: Rossentalschule für Geistigbehinderte Albstadt, Sprachheilschule Balingen und Weiherschule für Geistigbehinderte Hechingen.

Der Zollernalbkreis ist zusammen mit dem Universitätsklinikum Tübingen seit 2004 Gesellschafter der Zollernalb Klinikum GmbH mit Sitz in Balingen. Diese Gesellschaft ist Träger der Kliniken in Albstadt, Balingen und Hechingen.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005)
  1. Albstadt (46.677)
  2. Balingen (34.338)
  3. Burladingen (12.999)
  4. Geislingen (5.990)
  5. Haigerloch (10.935)
  6. Hechingen (19.438)
  7. Meßstetten (10.908)
  8. Rosenfeld (6.578)
  9. Schömberg (4.685)
Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände
  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Albstadt mit der Gemeinde Bitz
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Balingen mit der Stadt Geislingen
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Bisingen mit der Gemeinde Grosselfingen
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Hechingen mit den Gemeinden Jungingen und Rangendingen
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Meßstetten mit den Gemeinden Nusplingen und Obernheim
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Oberes Schlichemtal" mit Sitz in Schömberg; Mitgliedsgemeinden: Stadt Schömberg sowie Gemeinden Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg
  7. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Winterlingen mit der Gemeinde Straßberg
  1. Bisingen (9.279)
  2. Bitz (3.762)
  3. Dautmergen (411)
  4. Dormettingen (1.057)
  5. Dotternhausen (1.861)
  6. Grosselfingen (2.138)
  7. Hausen am Tann (512)
  8. Jungingen (1.457)
  9. Nusplingen (1.843)
  10. Obernheim (1.542)
  11. Rangendingen (5.220)
  12. Ratshausen (792)
  13. Straßberg (2.737)
  14. Weilen unter den Rinnen (618)
  15. Winterlingen (6.657)
  16. Zimmern unter der Burg (485)
Städte Gemeinden

Literatur


  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band VII: Regierungsbezirk Tübingen, Stuttgart, 1978. ISBN 3-17-004807-4
  • Kennzeichen BL - Heimatkunde für den Zollernalbkreis; Ernst Klett Verlage GmbH Co.KG, Stuttgart 1987. ISBN 3-12-258310-0

Weblinks


Zollernalbkreis

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