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Zitronenfalter
Gonepteryx rhamni1.jpg
: Insekten (Insecta)
: Fluginsekten (Pterygota)
: Neuflügler (Neoptera)
: Schmetterlinge (Lepidoptera)
: Weißlinge (Pieridae)
: Inachis
: Zitronenfalter
Wissenschaftlicher Name Gonepteryx rhamni Linnaeus, 1758 Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Weißlinge.

Beschreibung


Die Männchen ♂ sind intensiv zitronengelb gefärbt, die Weibchen blass grünlich-weiß. Die Weibchen ♀ können auf den ersten Blick mit dem Großen Kohlweißling (Pieris brassicae) verwechselt werden, jedoch kann man sie an Hand der charakteristischen Flügelform gut voneinander unterscheiden. Beide Geschlechter haben je einen orangefarbenen Punkt auf ihren beiden Flügelpaaren. Die Raupe ist grün gefärbt mit je einem tiefliegenden weißen Längsstreifen an jeder Seite. Häufig wird an den Faltern Gynandromorphismus beobachtet.

Flugzeit


Der junge Falter fliegt ab Anfang Juli für etwa 14 Tage und fällt dann in eine Sommerstarre, fliegt dann wieder im September und fällt im Oktober erneut in die Winterstarre. Nur in Südeuropa sind statt 1 auch bis zu 3 Generationen pro Jahr möglich.

Lebensraum


Zum Lebensraum des Zitronenfalters gehört feuchtes oder trockenes Gelände mit Sträuchern, besonders in Waldnähe. Er ist ebenso an offenen grasigen oder felsigen Hängen mit spärlichem Strauchwuchs anzutreffen.

Lebensweise


Gonepteryx_rhamni_01.jpg Das Weibchen beginnt mit der Eiablage, wenn sich die Faulbaum- oder Kreuzdornblüten zu öffnen beginnen. Die Eier werden dann meist einzeln oder paarweise an die Knospen geklebt. Selten findet man auch eine größere Zahl dicht unterhalb der Knospe an einem Ästchen. Die Raupen leben von Mai bis Juni und ernähren sich von den Blättern des Faulbaums (Rhamnus frangula) und des Kreuzdorns (Rhamnus carthartica). Der Zitronenfalter ist also im zweiten Grad monophag, weil er sich nur von den Wirtspflanzen einer Gattung ernährt. Er überwintert an Zweigen oder zwischen trockenem Laub auf dem Boden. Mit Hilfe von Glycerin, Sorbit und Eiweißstoffen gelingt es dem Zitronenfalter den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeiten derart zu senken, dass er Temperaturen von bis zu minus 20 Grad schadlos überstehen kann. Im zeitigen Frühjahr ist der Zitronenfalter dann wieder dort aktiv, wo seine Wirtspflanzen wachsen. Die Eiablage findet im April statt. Damit ist der Lebenszyklus des Zitronenfalters abgeschlossen.

Verbreitung


Der Zitronenfalter kommt weit verbreitet in ganz Mitteleuropa vor. In den Alpen ist er bis zu einer Höhe von 2.000 m anzutreffen. Von einigen Gebieten Griechenlands wird das gemeinsame Vorkommen von Gonepteryx rhamni mit Gonepteryx cleopatra und Gonepteryx farinosa beschrieben. Der Zitronenfalter kommt jedoch nicht auf den Atlantischen Inseln, in Nordskandinavien und in Nordengland vor.

Literatur


  • Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas'', Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
  • Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
  • Günter Ebert: Die Schmetterlinge Baden Württembergs Band 1, Tagfalter I. Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-800-13451-9

Weblinks


Weißlinge

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